Demonstration

Angebliche Vergewaltigung: Demonstration vor Kanzleramt

Vor dem Kanzleramt demonstrierten rund 700 Menschen „gegen sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen gegen Frauen und Kinder“.

Gut 700 Menschen haben sich am Sonnabend vor dem Kanzleramt versammelt, die meisten von ihnen russischer Herkunft. Der Aufruf zur Demonstration kam laut Polizei von dem "Internationalen Kongress der Russlanddeutschen". Das Motto: "Protest gegen sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen gegen Frauen und Kinder". Auch die "Bärgida" hatte sich angekündigt. Rund 70 Polizeibeamte waren im Einsatz.

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Die Demonstration nahm Bezug auf die Ereignisse in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof, aber auch auf die angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen aus Marzahn. Am 11. Januar wurde das Mädchen aus einer russlanddeutschen Familie als vermisst gemeldet, tauchte jedoch kurze Zeit später wieder auf. Den Behauptung, das Mädchen sei von drei Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden, dementiert die Berliner Polizei. Das LKA bekräftigt, der Vorfall habe nicht wie von dem Mädchen geschildert, stattgefunden.

Heinrich Groth, der sich "Führer" der Russlanddeutschen nennt, richtete sich an die Demonstranten: "Ich denke, dass unsere Kundgebung heute ein Schritt sein wird, dass die deutsche Regierung von ihren Debatten zu realistischen Änderungen kommt. Wenn nicht", drohte Groth unter dem Applaus der Demonstranten, "müssen wir alles selbst ändern!"

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Der Fall um die minderjährige Russlanddeutsche ist zum Spielball der Interessen geworden. Vor allem die russischen Medien berichten von einem angeblichen Vertuschungsversuch seitens der Regierung und der Polizei.

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