Bezirk Mitte

Ferienwohnungen in Berlin an Flüchtlinge vermietet

Der Bezirk Mitte geht gegen 84 Betreiber von illegalen Ferienwohnungen in Berlin vor. Sie hatten darin Flüchtlinge untergebracht.

Der Bezirk Mitte geht gegen die Betreiber von 84 illegalen Ferienwohnungen vor

Der Bezirk Mitte geht gegen die Betreiber von 84 illegalen Ferienwohnungen vor

Viele illegale Ferienwohnungen und Hostels in Berlin sind mit Flüchtlingen belegt. Der Stadtrat des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), sagte am Mittwoch, bei der Suche nach unrechtmäßig betriebenen Ferienwohnungen stießen seine Mitarbeiter immer wieder auf Flüchtlinge, die dort teils in großer Zahl zusammen untergebracht seien.

Gegen die Betreiber von 84 Ferienwohnungen gehe der Bezirk Mitte vor, sagte von Dassel. "Wir wollen nicht, dass Geschäftemacher mit der Zweckentfremdung Geld verdienen."

Miete mit öffentlichem Geld bezahlt

Wenn ein Flüchtling eine Bleibe gefunden habe und dafür die Kostenübernahme beantrage, würden die Wohnungen nicht konsequent kontrolliert, erklärte der Grünen-Politiker. Dann würde die Miete für die illegalen Ferienwohnungen mit öffentlichem Geld bezahlt.

Für die Sozialverwaltung vermittelt das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk Wohnungen an noch nicht anerkannte Flüchtlinge. "Wir prüfen die Mietangebote genau", betonte eine Mitarbeiterin. Unrechtmäßig betriebene Ferienwohnungen seien nicht darunter.

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