Flüchtlingskrise Geheimnis gelüftet: Grönemeyer zahlt Wärmebusse am Lageso

Sänger Herbert Grönemeyer unterstützt Flüchtlinge in Berlin

Foto: dpa

Sänger Herbert Grönemeyer unterstützt Flüchtlinge in Berlin

Ohne die Initiative von Privatpersonen wären die Flüchtlinge am Lageso in Berlin verloren. Herbert Grönemeyer stellt sogar zwei Busse.

Zwei der drei Wärmebusse für Flüchtlinge vor dem Lageso in Berlin stehen auf Initiative von Herbert Grönemeyer dort. Das erfuhr die Berliner Morgenpost von Helfern am Lageso. Schon lange fragten sich Beobachter, wer die Busse gestellt hat. Denn die Stadt Berlin ist es nicht. Der anonyme Spender ist einer der erfolgreichsten deutschen Sänger.

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Das Management bestätigte nun: "Auf die Zustände am Lageso sind wir durch die Medien aufmerksam geworden. Wir haben viel diskutiert, was wir wo und wie machen können, um den Menschen in der Flüchtlingskrise zu helfen", sagte Grönemeyer-Managerin Claudia Kaloff der Berliner Morgenpost.

Hilfe für Flüchtlinge am Lageso

"Angesichts der harten Fakten, dass Kinder, Frauen und Männer obdachlos ohne Dach über dem Kopf in der Kälte für ihre Belange anstehen müssen, haben wir uns entschlossen, am Lageso einen Raum zur Verfügung zu stellen. Dieser sollte möglichst mobil, also schnell auch an einem anderen Ort eingesetzt werden können. So sind wir auf die Idee mit den Bussen gekommen", so Kaloff weiter.

Den dritten Wärmebus finanziert die Initiative "Hauptstadthelfer", wie Grönemeyers Team mitteilte.

Grönemeyer spendet Wärmebusse

Momentan stehen drei Busse vor dem Lageso. Zwei davon seit fünf Wochen. Diese werden von dem Sänger aus eigener Tasche bezahlt. Die Busse nutzen Familien und einzelne Männer, um sich aufzuwärmen, auszuruhen oder ein paar Stunden darin zu schlafen. Das Team Grönemeyer verzichtete bislang darauf, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Unser Fazit: So sieht echte Hilfe aus.

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