Festival of Lights

Festival of Lights - Lichtblicke in der Berliner Nacht

Am Freitag startet das erste von zwei Lichterfesten, mit denen Plätze, Gebäude und Wahrzeichen kunstvoll in Szene gesetzt werden.

Es ist wieder soweit: Berlin leuchtet, und die Touristen strömen verstärkt in die Stadt, um das abendliche Lichterspektakel zu bestaunen, das ab Freitag an vielen Stellen in der Stadt zu sehen ist. Der Verein "Berlin leuchtet" illuminiert in diesem Jahr rund 80 Berliner Wahrzeichen, Straßen, Gebäude und Plätze. Darunter den Fernseh- und Funkturm, die Siegessäule, das Konzerthaus mit Französischem und Deutschem Dom, den Friedrichstadtpalast. Die Oberbaumbrücke wird in diesem Jahr zur Brücke der Herzen. Im Osthafen legt das "Geisterschiff" des rumänischen Architekturkollektivs "Visual Skin" an.

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Außerdem gibt es viele Sonderveranstaltungen wie den ersten Lichtermarkt auf dem Breitscheidplatz (13. bis 17. Oktober) sowie das Feuerwerk auf dem Europa-Center am 4. Oktober. Auf dem Adenauerplatz wird das Denkmal neu erstrahlen, das Theater des Westens ist mit von der Partie, das Waldorf Astoria, auch das Neue Kranzler Eck, die Industrie- und Handelskammer sowie das Europa-Center. "Es lohnt, auf unsere Internetseite zu schauen", so Andreas Boehlke, der wieder die künstlerische Leitung des Festes übernommen hat. Das Programm ist unter www.berlin-leuchtet.com zu finden.

Eine Woche später, am 9. Oktober, beginnt dann das Festival of Lights mit der Illuminierung weiterer Wahrzeichen. Rund 30 Gebäude und Plätze, darunter das Brandenburger Tor und der Berliner Dom, werden dann zusätzlich in Szene gesetzt. Beide Veranstalter laden bis zum Sonntag, 18. Oktober, zur Besichtigung ein. Wer nicht auf eigene Faust die Stadt zu Fuß, mit dem Rad, Auto oder Bus erkunden möchte, kann auch Schiffs- und Busfahrten buchen oder an Stadtführungen teilnehmen.

Motto ist Berlins Weg von der geteilten Stadt zur Metropole

"Unter dem Motto ,Light of Change' wollen wir in diesem Jahr zeigen, dass keine andere deutsche Stadt so eine gute Entwicklung nach der Wiedervereinigung genommen hat wie Berlin", sagte Uwe Timm, Vorstandsvorsitzender des Vereins "Berlin leuchtet" und Manager des Europa-Centers.

Der Verein inszeniert das Lichterfest zum zwölften Mal. Mit dem "Festival of Lights" gebe es Absprachen. "Und wir freuen uns auch, wenn möglichst viel qualitätsvoll in der Stadt strahlt", betonte Timm. Dem Berliner und dem Touristen sei es schließlich egal, wer für die Lichterfeste verantwortlich zeichne. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Veranstaltern sei, dass es sich beim "Festival of Lights" um ein Unternehmen handele und bei "Berlin leuchtet" um einen Verein. "Bei uns sind Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen Mitglied, die sich für die Stadt ehrenamtlich engagieren. Wir haben inzwischen 78 Mitglieder. Außerdem sind wir in allen maßgeblichen Netzwerken vertreten. Und wir sind nicht kommerziell", sagte Jürgen Gangl, Vorstandsmitglied bei "Berlin leuchtet", Chef des Park Inn am Alexanderplatz und Vorstandsvorsitzender der Hoteldirektoren Vereinigung Deutschland e.V. "Gut, dass wir den Verein vor drei Jahren gegründet haben, sonst würde es das Lichterfest, mit dem Berlin fantastisch beleuchtet wird, in dieser Form möglicherweise nicht mehr geben. "Wir schenken der Stadt das Fest und freuen uns, wenn alles gut ankommt", so die Initiatoren, die 2004 das Lichterfest mit der City Stiftung Berlin aus der Taufe gehoben hatten.

Auch für die Wirtschaftskraft Berlins sei das Lichterfest wichtig. Immerhin habe die Hotellerie in dieser Zeit rund 500.000 zusätzliche Übernachtungen im vergangenen Jahr verbucht, rund zwei Millionen Menschen hätten die Licht-Inszenierungen besichtigt. Den Auftakt für das "Berlin-leuchtet"-Programm machen am Freitag die Künstler der Gruppe Vagalume, die die Zuschauer ab 18.30 Uhr im DomAquarée in märchenhaften Lichterkostümen in eine Traumwelt entführen. Mit Gesang, Tanz und Artistik. Während des Lichterfestes gibt es im DomAquarée jeden Abend eine "interaktive Apfelperformance" (17.30 Uhr) und Lichterparaden (19 und 20.30 Uhr).

Eröffnet wird das Lichtfest auf dem Marlene-Dietrich-Platz

Die Eröffungsveranstaltung von "Berlin leuchtet" findet am Freitag gegen 20 Uhr auf dem Marlene-Dietrich-Platz 1 (vor der Spielbank, Potsdamer Platz) statt. Berlins Bürgermeisterin Dilek Kolat wird das Grußwort sprechen.

Das Festival of Lights, das eine Woche später beginnt, wird auf dem Brandenburger Tor erstmals eine Meisterschaft der besten 3D-Videoprojektionskünstler zeigen. Eine Jury hat sechs Finalisten aus sechs Ländern ermittelt, die dort mit ihren Arbeiten in einer 25-minütigen Show zu sehen sein werden. Die Inszenierungen sind der Auftakt einer Weltmeisterschaftstour, die 2016 starten soll. Der in Berlin lebende französische Künstler Thierry Noir wird mit farbenfrohen Motiven den Berliner Dom und das Brandenburger Tor in Szene setzen. Das Programm gibt es unter: www.festival-of-lights.de .

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