Bahnprojekt

Noch keine Entscheidung zur Dresdner Bahn

Bürgerinitiative fordert den Senat und den Bund auf, sich über Mehrkosten zur Tunnellösung zu einigen

Zum geplanten Wiederaufbau der Dresdner Bahn gibt es noch keine abschließende Entscheidung. Die Arbeiten zum Planfeststellungsbeschluss für die 560 Millionen Euro teuren Fernbahnstrecke durch Lichtenrade seien weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen, sagte Heike Schmidt vom Eisenbahn-Bundesamt auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Schmidt bestätigte zugleich, dass die Aufsichtsbehörde nur die Unterlagen prüfen und darüber entscheiden kann, die vom Bauherrn, in dem Fall ist das die Deutsche Bahn, auch eingereicht werden.

Die Bahn hat sich aus Kostengründen für eine ebenerdige Trassenführung entschieden. Dagegen kämpft seit vielen Jahren die Bürgerinitiative Dresdner Bahn aus Lichtenrade, weil sie befürchtet, dass dann meterhohe Lärmschutzwände den Ortsteil zerschneiden und die Lebensqualität erheblich mindern. Die BI fordert alternativ den Bau eines Tunnels für die Gleise, die vor allem für eine schnellere Bahnverbindung zwischen der Berliner Innenstadt und dem Großflughafen BER in Schönefeld benötigt werden.

Der Bund, der das Bahnprojekt finanziert, hat sich nach langem Zögern bereit erklärt, eine Tunnellösung zu prüfen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich das Land Berlin an den Mehrkosten von geschätzten 95 Millionen Euro beteiligt.

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