Lehrer für Berufsschulen

Berliner Oberstufenzentren bekommen 240 neue Lehrer

2015 sollen etwa 240 Berufsschullehrer eingestellt werden. Außerdem wird die Berufsorientierung an den Sekundarschulen verbessert.

Gut ausgebildet: Ein Bäckermeister vor seiner Bäckerei

Gut ausgebildet: Ein Bäckermeister vor seiner Bäckerei

Foto: Jens Wolf / dpa

Zum Schuljahresbeginn wird es rund 160 unbefristete Einstellungen an den 46 Oberstufenzentren und beruflichen Schulen Berlins geben. Laut Bildungsverwaltung sollen im Jahr 2015 insgesamt rund 240 Einstellungen realisiert werden. Damit werde an den beruflichen Schulen die Ausstattung zum 01.11.2015 bei gut 100 Prozent liegen, heißt es.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte der Berliner Morgenpost, sie sei froh, so viele gute neue Fachlehrer für die Berufsschulen gewonnen zu haben.

Roland Rahmig, Sprecher der Berufsbildenden Schulen Berlins, sprach von wichtigen Einstellungen. "Wenn tatsächlich alles so klappt, dann sind wir froh." Insgesamt seien die 240 Einstellungen ausreichend, sagte Rahmig der Berliner Morgenpost. Einige Schulen hätten zwar noch Bedarf, weil Kollegen, die zugesagt hätten, wieder abgesprungen seien, das seien aber Einzelfälle. Bildungssenatorin Scheeres hat für diese Fälle bereits Nachbesetzungen am Anfang des Schuljahres versprochen.

Neu ist, dass mit Beginn des Schuljahres 2015/16 an den Integrierten Sekundarschulen sogenannte Berufs- und Studienorientierungs­teams (BSO-­Teams)­ ih­re Arbeit aufnehmen werden. Die Teams bestehen jeweils aus einem Lehrer der Schule, einem Berufsschullehrer und einem Berufsberater der Agentur für Arbeit. Die Teams sollen die verschiedenen Berufs- und Studienorientierungsangebote der jeweiligen Sekundarschule koordinieren und sicherstellen, dass jeder Schüler, der nach der 10. Klasse nicht das Abitur anstrebt, eine Empfehlung zu einem passgenauen Übergang in die berufliche Qualifizierung erhält.

Roland Rahmig begrüßte die Einrichtung der BSO-Teams als wichtige Neuerung. "Es ist dringend geboten, dass die Schüler genauer über berufliche Ausbildungsmöglichkeiten informiert werden", sagte er. Noch immer seien all diese Angebote zu wenig bekannt. Auch müssten die Beratungen stärker auf den jeweiligen Schüler zugeschnitten sein.

An den Gymnasien soll es künftig ebenfalls Berufsberatungsteams geben. Sie bestehen aus dem für Berufs- und Studienorientierung zuständigen Lehrer sowie einem Abi-Berater der Berufsagentur für Arbeit. Zudem sollen auch Gymnasiasten, die nicht in die gymnasiale Oberstufe übergehen oder diese abbrechen, besser über duale Ausbildungsmöglichkeiten beraten und informiert werden. Scheeres dazu: "Wichtig ist, dass wir die Berufs- und Studienorientierung an allen Schularten stärken." Lehrer, die in den Teams arbeiten, müssten weniger unterrichten.

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