Neukölln Altenheim an der Sonnenallee in Flammen - ein Toter

Wohnung eines Altenheims in der Sonnenallee in Flammen

Foto: ABIX

Wohnung eines Altenheims in der Sonnenallee in Flammen

Ein Feuer hat große Teile eines Seniorenheim in Neukölln zerstört. Rund 100 Senioren kommen vorübergehend in der Rütli-Schule unter.

Berlin. Bei einem Brand in einer Einrichtung für Pflegebedürftige in Neukölln ist in der Nacht auf Mittwoch ein Mensch gestorben. Nach Informationen der Morgenpost soll es sich um einen männlichen Bewohner handeln. Vier Bewohner des Heims in der Sonnenallee kamen in ein Krankenhaus. Drei Polizisten und zwei Feuerwehrmänner erlitten Verletzungen. Rund 100 teilweise im Rollstuhl sitzende Pflegebedürftige wurden zunächst in einem Zelt und später in einer Turnhalle der nahe gelegenen Rütli-Schule untergebracht.

Das Feuer war nach Angaben der Feuerwehr in einer Wohnung im vierten Stock ausgebrochen. Es griff dann auf das Dach über. Es brannte auf einer Fläche von 120 Quadratmetern. Die Feuerwehr, die mit rund 180 Einsatzkräften vor Ort war, verhinderte den Angaben zufolge, dass die Flammen auf umliegende Gebäude überspringen konnten.

>> Krisenstab prüft weitere Unterbringung <<

Der Brand war gegen 3.40 Uhr unter Kontrolle. Es musste aber immer wieder nachgelöscht werden. Noch nach 8 Uhr habe die Feuerwehr ein Glutnest an der Dämmung gelöscht, sagte ein Sprecher. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Die fünfte Etage des Gebäudes ist völlig zerstört, 17 Zimmer sind nun unbewohnbar. Die ersten vier Etagen blieben offensichtlich von dem Feuer verschont.

Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte im Gespräch mit der Morgenpost (siehe Video), dass möglicherweise alle Bewohner wieder in diesem Etagen untergebracht werden können. Dies müssen nun Bauaufsicht und Polizei entscheiden. Falls das Gebäude wegen des Feuers komplett geschlossen werden muss, sollen die Bewohner in anderen Berliner Heimen unterkommen. Am Vormittag habe der Bezirk bereits Zusagen für 60 Plätze bekommen, sagte Giffey. Auf jeden Fall sollen die Bewohner nicht länger als einen Tag in der Notunterkunft in der Rütli-Schule bleiben, sagte die Bezirlksbürgermeisterin.

Die Einsatzkräfte hatten zunächst damit gerechnet, dass 150 teils bettlägerige Menschen aus dem Haus in Sicherheit gebracht werden mussten. Da das Vorderhaus der Einrichtung von dem Feuer aber nicht betroffen war, waren in der nahe gelegenen Rütli-Schule letztlich 97 Menschen untergebracht.

Zuvor hatte es am Dienstag bei einem Brand in Gesundbrunnen auch einen Toten gegeben. In der Gropiusstraße kam ein 60 Jahre alter Mieter in seiner Wohnung ums Leben, seine 56 Jahre alte Ehefrau wurde schwer verletzt. Auch hier ist die Brandursache noch ungeklärt.

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