24.08.11

Bandenkriminalität

Polizei nimmt "Blind Dogs"-Mitglieder fest

Die Berliner Polizei hat fünf Männer zwischen 18 und 21 Jahren festgenommen, denen Körperverletzung und Nötigung zur Last gelegt werden. Nach Informationen von Morgenpost Online soll es sich um Mitglieder der Bande "Blind Dogs" handeln.

Von Michael Behrendt

Die Kriminalpolizei hat am Montag fünf Männer im Alter zwischen 18 und 21 Jahren festgenommen, denen mehrere Körperverletzungs- und Nötigungsdelikte zur Last gelegt werden. Ein 19-Jähriger befindet sich auf der Flucht und wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Nach Informationen von Morgenpost Online soll es sich um die Gruppierung "Blind Dogs" handeln, deren Angehörige durchweg Farbige sein sollen.

Den jungen Männern wird vorgeworfen, unter anderem am 19. August 2011 am Mehringplatz in Kreuzberg einen 18-Jährigen mit Fäusten und Gegenständen zusammengeschlagen zu haben, weil er ihnen den kostenlosen Eintritt zu einer Diskothek verweigert hatte. Der 18-Jährige erlitt dabei unter anderem eine Schädelprellung und musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Am selben Tag zeigten zwei 20-Jährige an, die Gruppe habe unter Androhung von Gewalt mit einem sogenannten "Totschläger" versucht, sie zum Beitritt bei den "Blind Dogs" zu nötigen.

Nur einen Tag später kam es vor einem Club an der Rosmarinstraße in Mitte zu mehreren Schlägereien. Gegen 4.20 Uhr schlugen und traten neun "Blind Dogs" zwei junge Männer zusammen. Beide wurden zudem durch Messerstiche in Oberschenkel, Hüfte und Schulter verletzt und müssen stationär im Krankenhaus behandelt werden. Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben nicht.

Etwa eine halbe Stunde später schlugen zwei der Kriminellen vier jungen Frauen im Alter von 18 bis 22 Jahren mit ihren Fäusten mehrfach ins Gesicht, nachdem sie mit ihnen zuvor einen Streit angefangen hatten.

Umfangreiche Ermittlungen der Polizei führten schließlich zur Identifizierung von sechs der Männer, danach wurden am Montag richterliche Beschlüsse zur Durchsuchung der Wohnungen in Mitte und Reinickendorf vollstreckt. Nach Informationen von Morgenpost Online agiert die Bande vor allem in Wedding und Kreuzberg. Man habe es nach Angaben eines Ermittlers mit sehr gewaltbereiten Menschen zu tun.

Festnahme in Neukölln

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat unterdessen einen bewaffneten 28 Jahre alten Rocker in Neukölln festgenommen. Das Mitglied der "Hells Angels" wollte am Montag gemeinsam mit einem 31-Jährigen in ein Taxi steigen, als die Fahnder zugriffen. Zuvor war bei der Polizei ein Hinweis aus dem Rockermilieu eingegangen. In der Reisetasche des Rockers fanden die Ermittler eine scharfe Schusswaffe mit sieben Patronen und einen vierstelligen Geldbetrag, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Waffenbesitzer wurde vorläufig festgenommen, nach der Vernehmung aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. "Es mutet schon überaus merkwürdig an, dass es in Berlin angeblich einen Frieden zwischen den Rockern gibt, aber immer wieder Waffen beschlagnahmt werden", sagte ein Polizeibeamter.

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