Protest in Berlin

Radfahrer demonstrieren gegen Falschparker und Ordnungshüter

Radfahre haben zum „Ersten Internationalen Falschparker-Tag“ in Berlin demonstriert - Vor allem gegen Autofahrer, die in falsch und in zweiter Reihe parken - aber auch gegen Polizei und Ordnungsamt.

Die "Initiative clevere Städte" und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) rufen für den heutigen Mittwoch in Berlin zu zahlreichen Protestaktionen gegen Falschparker auf. Anlass ist der "Erste Internationale Falschparker-Tag". Die Initiative will auf einen ihrer Ansicht nach gravierenden Missstand im alltäglichen Straßenverkehr hinweisen: Das unzulässige Parken durch Autofahrer in zweiter Reihe und die daraus resultierenden Folgen für andere Verkehrsteilnehmer. Zentrum der in Berlin geplanten Aktivitäten ist ab dem frühen Nachmittag Kreuzberg. Die Teilnehmer wollten sich um 13.15 Uhr am Heinrichplatz treffen, danach soll es durch die Oranienstraße gehen, laut Initiative die "Radfahrer-Hölle Berlins".

Kritik üben die Veranstalter nicht nur an notorischen Falschparkern, sondern auch an der Polizei und den Ordnungsämtern, denen sie vorwerfen, solche Verhaltensweisen zu selten zu sanktionieren. "Wir Steuerzahler bezahlen deren Job, aber passieren tut viel zu wenig", heißt es in dem Aufruf zur Teilnahme an den geplanten Aktionen am Mittwoch. Indirekt werden Radfahrer dazu aufgefordert, selbst mal in zweiter Reihe zu parken, um den Autofahrern vor Augen zu führen, welche Probleme sich für andere Verkehrsteilnehmer daraus ergeben. Neben Berlin nehmen noch weitere Städte wie Hamburg, Freiburg oder Amsterdam am internationalen Falschparker-Tag teil.

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