"Friedenswinter"

4000 Menschen demonstrieren in Berlin für Frieden

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Tausende Teilnehmer zogen vom Hauptbahnhof zum Schloss Bellevue, um gegen „Krieg und Konfrontation“ zu demonstrieren. Ziel des Protests ist auch Bundespräsident Gauck - wegen Äußerungen zur Bundeswehr.

In Berlin haben mehrere tausend Menschen für Frieden demonstriert. Rund 4000 Teilnehmer hätten sich zum Protest unter dem Motto "Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation" versammelt, sagten Polizei und die Organisatoren des Bündnisses "Friedenswinter 2014/2015". Sie trafen sich am Sonnabend am Hauptbahnhof und marschierten zum Schloss Bellevue. Dort protestierten sie gegen Äußerungen des Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Rolle der Bundeswehr.

"Besorgt und empört" - wegen Gauck

"Wir sind besorgt und empört über die wiederholten und sich verstärkenden Äußerungen des Bundespräsidenten, deutsche Verantwortung heiße mehr Truppen, Ausbau der Rüstungsproduktion, weltweiter Waffenexport und Politik der Konfrontation gegen Russland", hieß es in der Ankündigung. Die Teilnehmer habe der Friedenswunsch vereint, sagte ein Sprecher des Bündnisses. Man wolle eine weitere Militarisierung nicht mittragen. Zum Abschluss sprach auch der katholische Theologe Eugen Drewermann.

Auch in Bochum, Hamburg und Heidelberg wollten am Sonnabend Menschen für den Frieden protestieren. Dem "Friedenswinter 2014/2015" gehören nach eigenen Angaben mehr als 40 Organisationen an, darunter die friedenspolitische Ärzte-Organisation IPPNW.

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