Blitzeinbruch

Einbrecher rasen mit gestohlenem Auto in Berliner Apple Store

Foto: Foto: ABIX / ABIX

In Berlin hat sich erneut ein Blitzeinbruch ereignet - diesmal traf es den Apple Store am Kurfürstendamm. Dort raste am Morgen ein Auto rein, die Einbrecher erbeuteten iPads, iPhones und Mac Books.

Die Berliner Polizei muss sich offenbar einer organisiert agierenden Räuberbande entgegenstellen. Nachdem in den letzten Wochen immer wieder unbekannte Täter mit Fahrzeugen in Großgeschäfte im Stadtgebiet eingedrungen sind und anschließend mit Fluchtautos und Beute entkommen waren, ereignete sich in der Nacht zum Montag der nächste Fall: Gegen 4.30 Uhr raste ein Auto in den Apple-Store am Kurfürstendamm.

Mehrere Personen drangen in die Geschäftsräume ein und schleppten laut Polizei insgesamt 20 Ausstellungsstücke heraus: iPads, iPhones, Mac Books. Dann flüchteten sie mit zwei wartenden Autos. Bei dem Einbruchswagen handelt es sich um einen als gestohlen gemeldeten Opel Corsa, bei den Fluchtautos um Wagen der Marke Audi - wie beim Blitzeinbruch am 9. Dezember am Einkaufszentrum "Alexa". Insgesamt sollen sechs Tatverdächtige in den Blitzeinbruch verwickelt sein.

Nach Angaben eines Ermittlers wird geprüft, ob die Tat mit denen der letzten Tage zusammenhängen. "Der Modus Operandi ist der gleiche. Die Täter fahren mit einem gestohlenen Fahrzeug in die Ladenräume und bringen binnen weniger Sekunden Ware mit einem hohen Wert an sich. Kurz darauf sind sie verschwunden", so der Beamte.

Polizei und Sicherheitsdienste besonders wachsam

Die Gefahr, dabei erwischt zu werden, ist auch ob der prominenten Adresse gering. "Die Täter sind maskiert, und niemand wird sich trauen, sich ihnen entgegen zu stellen, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit in eine Glasfront rasen." Dennoch, so ist sich der Ermittler sich, werde man der Bande bald auf die Schliche kommen. "Sowohl die Polizei als auch die Sicherheitsdienste sind nach den jüngsten Ereignissen sensibilisiert."

Dennoch sei nicht gesichert, dass es sich tatsächlich um eine Bande handelt. "Wir können nicht ausschließen, dass es eine ursprüngliche Tätergruppierung gibt, die jetzt von anderen nachgeahmt wird."

Erst am 18. Dezember hatte es einen ähnlichen Einbruch in einen Elektronikmarkt in der Clayallee in Berlin-Zehlendorf gegeben. Am 9. Dezember hatte es das Einkaufszentrum "Alexa" am Alexanderplatz getroffen. Insgesamt summiert sich die Zahl solcher Einbrüche in diesem Jahr auf sieben. Die Einbrüche werden zentral im Landeskriminalamt untersucht. Der Wert der Beute bei solchen Überfällen ist teilweise sehr hoch. Im Fall des "Alexa" wurde sie auf 100.000 Euro beziffert.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

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