08.12.09

Nach Wildunfall

Bahnverkehr nach Berlin wieder aufgenommen

Nach einem Wildunfall war der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin am Dienstag für mehrere Stunden unterbrochen. Ein ICE in Richtung Berlin hatte einen Hirsch gerammt, der auf den Gleisen stand. Der Triebwagen wurde stark beschädigt. Gegen 14 Uhr nahm die Bahn ihren normalen Fahrbetrieb wieder auf.

Nach einem schweren Wildunfall in der Nähe von Pretzier (bei Hagenow, Mecklenburg-Vorpommern) wurde der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin am Dienstagvormittag für mehrere Stunden eingestellt. Der um 10.45 Uhr in Hamburg gestartete ICE 793 kollidierte eine Dreiviertelstunde nach dem Start mit einem Hirsch, der auf den Gleisen stand. Die Lok hat nach ersten Erkenntnissen einen Totalschaden. Durch die Wucht des Aufpralles wurde die gesamte Front des Zuges vollkommen deformiert. Das Tier starb.

Die Passagiere hatten von dem Zusammenstoß zunächst nichts bemerkt. Der Zug ließ sich zunächst weder vorwärts noch rückwärts bewegen. Die Passagiere mussten auf einen Ersatzzug umsteigen, den die Bahn herbeibeordert hatte. Über sogenannte "Brücken" gelangten sie von einem Zug in den anderen. Sie kamen mit zweistündiger Verspätung in Berlin an. Seit etwa 11.30 stand der ICE auf freier Strecke.

Im Bereich Hagenow hatte es, so berichten Zugpassagiere, zum Unfallzeitpunkt und auch danach eine Jagd gegeben. Mehrere Jagdfahrzeuge seien zu sehen, Schüsse zu hören gewesen. Zunächst war die Bahn AG davon ausgegangen, dass der Unfall durch eine Rotte Wildschweine ausgelöst worden sei.

Von den Passagieren wurde niemand verletzt, sagte eine Bahnsprecherin. Inzwischen wurde der Triebwagen auf ein anderes Gleis gebracht. Der Verkehr konnte gegen 14 Uhr in beiden Richtungen wieder vollständig aufgenommen werden.

Quelle: ur/hed
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