Schlaganfall
NPD-Funktionär Jürgen Rieger ist tot
Donnerstag, 29. Oktober 2009 23:16Jürgen Rieger ist tot. Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende verstarb am Mittag in einem Berliner Krankenhaus. Dies teilte die Familie jetzt mit. Er hatte vor wenigen Tagen einen Schlaganfall erlitten.

Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Jürgen Rieger ist tot. Das teilte die Familie am Donnerstag der dpa mit. Demnach erlag Rieger am Mittag in einem Berliner Krankenhaus mit 63 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls. Der vermögende Anwalt galt als ein wichtiger Kreditgeber für seine Partei und als einer der einflussreichsten NPD-Funktionäre.
Rieger bemühte sich immer wieder, Grundstücke und Immobilien für Schulungszentren zu erwerben. Zuletzt wollte er im niedersächsischen Landkreis Celle ein leerstehendes Hotel in Faßberg kaufen. Zudem machte er durch ein geplantes „Kraft durch Freude“-Museum in Wolfsburg von sich Reden. Rieger hat dort ein früheres Möbelhaus gemietet, in dem er das rechtsextreme Museum aufbauen will. In Wolfsburg wie auch in Faßberg hatten zahlreiche Anwohner gegen die Projekte Riegers demonstriert.
Rieger hatte nach Angaben aus der NPD-Zentrale auf einer Bundesvorstandssitzung in Berlin am vergangenen Samstag über Unwohlsein geklagt. Ein Parteifreund fuhr ihn in die Köpenicker Ambulanz. Dort wurde ein Schlaganfall diagnostiziert. Rieger war seit Februar 2007 Landeschef der Hamburger NPD und seit Mai 2008 stellvertretender Vorsitzender der NPD. Der vermögende Anwalt wurde mehrfach rechtskräftig verurteilt, unter anderem wegen Körperverletzung, Volksverhetzung und Verwendung von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen. Er war der rechtsextremen Partei 2006 beigetreten.
Die Familie möchte sich nicht weiter äußern und bat um Respekt für die Trauerzeit.
dpa/hed























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