26.09.09

Justizvollzugsanstalt Hakenfelde

Erneut fliehen zwei Häftlinge aus Berliner Gefängnis

Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden sind Häftlinge aus einem Berliner Gefängnis ausgebrochen. Nach Polizeiangaben flüchteten vermutlich in der Nacht zum Sonnabend zwei Männer aus der Justizvollzugsanstalt Hakenfelde in Spandau. Dort war erst kurz zuvor ein 27-Jähriger ausgebrochen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers flüchteten vermutlich in der Nacht zum Sonnabend ein 25- und ein 45-jähriger Insasse aus der Justizvollzugsanstalt Hakenfelde in Spandau. Nach beiden werde jetzt gefahndet.

Die Männer saßen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Diebstahls im offenen Vollzug, sagte Justizsprecher Bernhard Schodrowski. Erst am Freitagabend war ein 27-Jähriger aus demselben Anstaltsbereich am Kiefheider Weg ausgebrochen. Nach ihm wird mittlerweile bundesweit gefahndet.

Schodrowski zufolge hatten die zuletzt Geflohenen ihre Geldstrafen nicht bezahlt und waren deshalb in Haft genommen worden. Der 25-Jährige war zu 400 Euro verurteilt worden, der Ältere zu 1740 Euro. Da die Männer die Geldstrafen nicht zahlen konnten oder wollten, war ihnen die Möglichkeit gegeben, die Strafe durch gemeinnützige Arbeit abzuleisten. Doch auch dieser Aufforderung kamen sie nicht nach. Also sollten sie ihre Strafen im Gefängnis absitzen. Nach Informationen von Morgenpost Online soll der 25-Jährige zu 40 Tagen, der 45-Jährige zu 58 Tagen Haft verurteilt worden sein. Ein Haftplatz in Hakenfelde kostet am Tag etwa 80 Euro. So gehen die Kosten für die Unterbringung in die Tausende.

Im offenen Vollzug seien die Sicherheitsvorkehrungen anders als im geschlossenen, betonte er. So könnten sich die Insassen innerhalb der Haftanstalt frei bewegen, dürften sie aber nicht verlassen. Das Gelände sei mit einem Zaun gesichert. Die Flucht war am frühen Samstagmorgen bei der Zählung der Insassen bemerkt worden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Der Vorfall werde derzeit geprüft. Es sei aber nur ein Frage der Zeit, bis die Fahndung Erfolg habe, fügte Schodrowski hinzu.

Von dem bereits am Freitagabend geflohenen 27-jährigen Häftling fehlte auch am Samstag jede Spur. Die Polizei hatte am Freitag zunächst längere Zeit rund um die Anstalt am Kiefheider Weg nach dem Ausbrecher gesucht. Dabei wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Umstände der Flucht blieben auch am Samstag noch unklar. Wegen eines Rauschgiftdelikts war der 27-Jährige zu einer Geldstrafe von 390 Euro verurteilt worden, bezahlte diese nicht und sollte 26 Tage einsitzen.

Die Hauptanstalt der JVA Hakenfelde an der Niederneuendorfer Allee liegt in Spandau, der dazugehörige Anstaltsbereich am Kiefheider Weg gehört zu Reinickendorf.

Quelle: dpa/sei/mtt
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