22.02.13

Absage

Asylbewerberheim kommt nicht nach Berlin-Lichtenrade

In ein ehemaliges Pflegeheim am Kirchhainer Damm sollten Asylsuchende einziehen. Doch das Haus ist dafür ungeeignet, sagt Senator Czaja.

Foto: dpa

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg stellt mit rund 800 Plätzen nach Lichtenberg am meisten Plätze für Asylbewerber in Berlin zur Verfügung
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg stellt mit rund 800 Plätzen nach Lichtenberg am meisten Plätze für Asylbewerber in Berlin zur Verfügung

Berlins Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja (CDU) hat entschieden, dass in Lichtenrade im Bezirk Tempelhof-Schöneberg kein Flüchtlingsheim eingerichtet wird. Zwar fehlten weiterhin Plätze für Asylbewerber in Berlin, doch das Georg-Kriedte-Haus sei als Gemeinschaftsunterkunft nicht geeignet.

Neben der cityfernen Lage an der Stadtgrenze gebe es dort keine ausreichenden Kapazitäten für die Beschulung der untergebrachten Kinder. Auch eine soziale Infrastruktur wie Jugendfreizeiteinrichtungen seien dort nicht vorhanden.

Das teilte Czaja dem Bundestagsabgeordneten Jan-Marco Luszak (CDU) mit, der selbst Lichtenrader ist. Luszak hatte gegen die Asyl-Pläne im einstigen städtischen Pflegeheim am Kirchhainer Damm, das leer steht, gekämpft und freut sich jetzt, dass er Erfolg hatte: "Die Unterkunft hätte zusätzliche 300 Asylbewerber im Bezirk bedeutet – das hätten wir kaum stemmen können."

Luczak hatte eine ausgewogene Verteilung der Asylbewerber auf alle Bezirke angemahnt, so wie Stadträtin Sibyll Klotz (Grüne) auch. Tempelhof-Schöneberg stellt mit rund 800 Plätzen nach Lichtenberg am meisten Plätze für Asylbewerber zur Verfügung. Das belaste den Bezirk sehr, sagt Luszak. Kosten für Impfungen und die Beschulung der Kinder seien angesichts fehlender Lehrer und knapper Räumlichkeiten schwer zu bewältigen.

Czaja bestätigte, dass eine "gleichmäßigere Verteilung der in Gemeinschafts- und in Aufnahmeunterkünften unterzubringenden Flüchtlinge auf die Berliner Bezirke angestrebt werden muss, um die bisher überproportional betroffenen Bezirke zu entlasten." Tempelhof-Schöneberg gehöre zu jenen Bezirken, die sich besonders bei der Unterbringung engagierten. Daher wäre es ein "falsches Signal, eine weitere Gemeinschaftsunterkunft in einem in dieser Weise exponierten Bezirk in Betrieb zu nehmen, während sich gleichzeitig einige Bezirke nicht adäquat an der Unterbringung von Asylbewerbern beteiligen."

Quelle: bsm
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