19.02.13

Bahnverkehr

Mit 160 km/h über die neue Superstrecke Berlin-Rostock

Die Bahn baut die marode Trasse aufwendig aus, die EU fördert das Projekt. Ab Dezember soll die Fahrt weniger als zwei Stunden dauern.

Von Thomas Fülling
Foto: ZB

Farbige Markierungen kennzeichnen in Oranienburg die Stellen für die Bohrungen bei der Munitionssuche. Im Rahmen der Streckensanierung Berlin Rostock muss intensiv nach Blindgängern gesucht werden - das verzögert die Arbeiten
Farbige Markierungen kennzeichnen in Oranienburg die Stellen für die Bohrungen bei der Munitionssuche. Im Rahmen der Streckensanierung Berlin Rostock muss intensiv nach Blindgängern gesucht werden - das verzögert die Arbeiten

Die Europäische Union (EU) hat jetzt weitere 21 Millionen Euro für den Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Rostock freigegeben. Laut Bundesverkehrsministerium kommen die Mittel aus dem EFRE-Programm für Verkehrsinfrastruktur, mit dem die EU Investitionen in Verkehrswege in bestimmten Regionen Europas fördert. Der knapp 200 Kilometer lange Schienenstrang von der Hauptstadt zu der wichtigen Hafenstadt an der Ostsee wird von der Deutschen Bahn AG bereits seit mehreren Jahren abschnittsweise modernisiert.

Strecke ist auch für schwere Güterzüge ausgelegt

Ziel ist, dass die Züge auf der Strecke künftig bis zu bis zu 160 Kilometer pro Stunde schnell fahren können. Bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember soll sich dadurch die Fahrzeit zwischen Berlin und Rostock auf unter zwei Stunden verkürzen. Zudem wird die Strecke, die Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes ist (TEN) ist, auch für schwer beladene Güterzüge ausgelegt. Der Bund investiert in das Vorhaben rund 850 Millionen Euro, die EU beteiligt sich daran mit insgesamt rund 200 Millionen Euro.

Um die Arbeiten zu beschleunigen, ist die Verbindung von Berlin nach Rostock seit September 2012 komplett gesperrt. Direktzüge müssen einen langen Umweg über Schwerin machen, für Nutzer der Regionalzüge ist zudem ein zeitraubender Bus-Ersatzverkehr eingerichtet. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende April abgeschlossen sein, doch wegen Blindgängern, Sumpfgebieten und Anwohnerklagen kommt es nach Bahnangaben zu Verzögerungen. So könnten die vollgesperrten Abschnitte Nassenheide–Löwenberg und Fürstenberg–Neustrelitz erst am 9. Juni statt wie geplant Ende April wieder für den Zugverkehr freigegeben werden.

Aufwendige Suche nach Blindgängern

Besonders aufwendig gestaltet sich die Suche nach Munition und Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Bereich des Bahnhofs Oranienburg (Oberhavel). Seit Wochenbeginn ist dafür auch der Verkehr auf der S-Bahn-Linie 1 zwischen Birkenwerder und Oranienburg unterbrochen. Bis voraussichtlich 3. März fahren dort Busse statt Bahnen.

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