12.02.13

Drogenschmuggel

Marihuana aus Tschechien - Fahnder stellen 60 Kilo sicher

Drei Männer und eine Frau schmuggelten Marihuana im Wert von 480.000 Euro nach Berlin. Sie sollen einem Drogenhändler-Ring angehören.

Foto: Steffen Pletl

60 Kilo Marihuana, 80.000 Euro Bargeld, scharfe Schusswaffen und mehr als 100 Handys konnten bei einer Razzia von den Drogenfahndern beschlagnahmt werden
60 Kilo Marihuana, 80.000 Euro Bargeld, scharfe Schusswaffen und mehr als 100 Handys konnten bei einer Razzia von den Drogenfahndern beschlagnahmt werden

Nach monatelangen Ermittlungen von Polizei, Zollfahndung und Staatsanwaltschaft ist ein international agierender Drogenschmugglerring zerschlagen worden. Montagabend schlugen Spezialkräfte in Berlin-Hohenschönhausen zu und nahmen gegen 20 Uhr an der Marzahner Straße drei Männer und eine Frau fest.

Gegen die vier mutmaßlichen Drogenhändler wurden Haftbefehle erlassen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch.

Die Verdächtigen im Alter von 43, 41, 31 und 26 Jahren waren mit drei Mietwagen auf dem Rückweg aus Tschechien gewesen. Das Quartett der durchweg deutschen Tatverdächtigen war zuvor von Drogenfahndern observiert worden. In einem der drei Fahrzeuge entdeckten die Ermittler 50 Kilogramm Marihuana, das in mehreren Reisetaschen verstaut war.

Drogengeld separat versteckt

Weitere zehn Kilo der bereits verkaufsfertig portionierten Droge konnten bei der Durchsuchung der Wohnung des 41-jährigen Verdächtigen, der als Kopf der Bande gilt, sichergestellt werden.

Der Straßenverkaufswert des insgesamt beschlagnahmten Rauschgifts beträgt etwa 480.000 Euro. In der Wohnung einer fünften Person konnten die Ermittler zudem 80.000 Euro sicherstellen.

Scharfe Waffen mit Schalldämpfer

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurden fünf Wohnungen in Marzahn und Friedrichshain durchsucht, bei denen auch mehr als 100 Mobiltelefone sichergestellt wurden. Außerdem gab es eine Durchsuchung eines Wochenendhauses in Oranienburg (Oberhavel), wo die Beamten zahlreiche Waffen sicherstellten.

In dem Gebäude wurden vier scharfe Schusswaffen aufgefunden, die teilweise mit Schalldämpfern versehen waren. Die Rauschgiftfahnder werteten den Fund als Beleg für das Gefahrenpotenzial der Schmugglerbande.

Quelle: pol
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