08.02.13

Bauarbeiten

Nördlicher Berliner Autobahnring wird zur Staufalle

Der Ausbau der A10 zwischen den Dreiecken Pankow und Schwanebeck beginnt. Dafür werden ab sofort zunächst die Spuren neu geordnet.

Von Markus Falkner
Foto: INFOGRAFIK BERLINER MORGENPOST

Auf diesem Streckenabschnitt drohen Staus
Auf diesem Streckenabschnitt drohen Staus

Eng, enger, A10: So werden Autofahrer von diesem Freitag an den nördlichen Berliner Autobahnring erleben. Bereits seit 2011 und noch bis Ende 2013 müssen sie sich am Dreieck Schwanebeck durch eine Baustelle quälen, im vergangenen Jahr begannen Bauarbeiten am Dreieck Havelland, und nun rücken auch auf Berliner Stadtgebiet die Bagger an der A10 an.

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung starten auch dort die Vorbereitungen für die am gesamten nördlichen Ring geplante Verbreiterung auf drei Spuren pro Richtung.

Gebaut wird auf dem fünf Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Dreieck Pankow im Westen und der Landesgrenze Berlin/Brandenburg im Osten. Damit die eigentlichen Arbeiten beginnen können, werden von diesem Freitag an zunächst die Spuren neu geordnet und verengt. Vollsperrungen soll es nach Angaben der Senatsverwaltung zwar nicht geben. Kurzfristig kann es aber zur Sperrung einzelner Fahrstreifen kommen, wie Behördensprecherin Petra Rohland bestätigte. "Staus sind auf jeden Fall zu erwarten", sagte sie.

Die vorbereitenden Arbeiten sollen Mitte März abgeschlossen sein. Dann rollt der Verkehr komplett über die nördliche Fahrbahn. Im Süden beginnen die eigentlichen Ausbauarbeiten. Nachdem die eine Seite fertiggestellt ist, wird der Verkehr auf die neue Fahrbahn verlagert, um auf der Nordseite mit den Arbeiten zu beginnen. Im dritten Quartal 2015 soll der Ausbau beendet sein. Bis dahin soll der Verkehr in der Regel auf zwei zum Teil verengten Spuren pro Richtung durch die Baustelle geleitet werden.

Erneuert und verbreitert wird aber nicht nur die Fahrbahn. Auch vier Brücken werden durch Neubauten ersetzt – mit erheblichen Auswirkungen für Autofahrer im Norden Berlins. Auf der Schönerlinder Straße (B109) und der Karower Chaussee, die die Autobahn queren, wird es kurzfristige Vollsperrungen geben, wie Behördensprecherin Rohland bestätigte.

Vorbild Avus-Sanierung

Etwa 34,2 Millionen Euro investiert der Bund in das Vorhaben. Und für staugeplagte Autofahrer gibt es zumindest eine kleine Hoffnung. Nach den positiven Erfahrungen bei der Sanierung der Autobahn A115 (Avus) schafft das federführende Land Berlin auch bei diesem Projekt einen finanziellen Anreiz, um die Arbeiten zu beschleunigen. Mit dem beauftragten Bauunternehmen, einer Firma aus Brandenburg, wurde eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung vereinbart. Im Klartext heißt das: Wird die A10 früher als geplant fertig, bekommt die Firma zusätzliches Geld, verzögern sich die Arbeiten, zahlt der Auftraggeber weniger.

Im Fall der Avus-Sanierung hatten Bauunternehmer und Autofahrer gleichermaßen davon profitiert. Ein Jahr früher als geplant wurde die A115 Ende November 2012 wieder vollständig für den Verkehrs freigegeben. Die Baufirmen konnten sich über eine Million Euro Prämie freuen.

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