06.02.13

Kriminalität

Räuber nach Überfall auf Juwelier gesucht

Vier Männer bedrohten den Inhaber mit einer Pistole. Der musste hilflos mit ansehen, wie die Täter sein Geschäft plünderten und zerstörten.

Von Ulla Reinhard
Foto: POLIZEI

Wer diese Räuber erkennt, meldet sich bitte bei der Polizei
Wer diese Räuber erkennt, meldet sich bitte bei der Polizei

Mit Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei nach vier Männern, die am 21. Dezember vergangenen Jahres ein Juweliergeschäft an der Albrechtstraße in Steglitz ausgeraubt haben. Die Tat dauerte nur wenige Minuten, erwies sich für die Räuber aber als voller Erfolg: Sie flüchteten mit mehreren Reisetaschen voller Schmuck. Und hinterließen einen verängstigten Inhaber und ein Geschäft, das einem Trümmerfeld glich.

Es war ein Freitagvormittag, als die Männer gegen 10.40 Uhr den Juwelierladen in der Nähe des U-Bahnhofs Rathaus Steglitz stürmten. Sie waren maskiert, einer von ihnen versteckte unter seiner Kleidung eine schwarze Pistole. Im Geschäft hielt sich zu dem Zeitpunkt nur der Inhaber auf. Als er den Tätern entgegen kam, bedrohte ihn der bewaffnete Räuber mit der Pistole.

In den folgenden Minuten musste der Juwelier mit ansehen, wie die Täter sein Geschäft regelrecht auseinandernahmen und plünderten. Sie schlugen diverse Glasscheiben ein, zerstörten etliche Vitrinen. Die Beute, darunter Ringe, Ketten und Armbänder, rafften sie hastig zusammen und verstauten sie in Reisetaschen. Dann flüchteten die Räuber mit einem schwarzen "Mazda M 2", den sie vor der Tür abgestellt hatten. Zeugen beobachteten, wie die Männer in den Wagen stiegen. Anschließend verflüchtigt sich die Spur der Täter.

Polizei bittet Öffentlichkeit um Mithilfe

Passanten berichteten der Polizei später, dass sie am Fluchtwagen das Kennzeichenfragment B-RK… erkennen konnten. Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass die Buchstaben auf dem Schild teilweise manipuliert waren. Möglich ist auch, dass die hinteren Buchstaben abgeklebt wurden.

Nach mehr als einem Monat erfolgloser Ermittlungsarbeit wenden sich die Beamten nun an die Öffentlichkeit. Die Polizei fragt, wer die Männer auf den Fotos kennt und wer Angaben zu ihren Aufenthaltsorten machen kann. Zudem werden weiter Zeugen gesucht, die die Tat beobachtet oder die Männer gesehen haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 4 an der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz unter 4664 473 112 und jede andere Polizeidienststelle entgegen.

>>> Bilder der gesuchten Personen können bei der Berliner Polizei eingesehen werden <<<

Weiterer Angriff gegen Juwelier in Kreuzberg

Eine weitere Attacke gegen einen Juwelier verübten unterdessen ebenfalls unbekannte Täter am Mittwoch in Kreuzberg. Diesmal betraten die Täter das Geschäft nicht einmal. Gegen 12.30 Uhr versammelten sich die Männer vor dem Juwelier am Mehringdamm. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielt sich der 70-jährige Inhaber in den hinteren Räumen auf, sodass er die Männer vor seinem Laden nicht bemerkte.

Mit einem Hammer schlugen die Täter plötzlich die Schaufensterscheibe ein und entwendeten mehrere Schmuckstücke. Als der Inhaber – durch die Geräusche alarmiert – in den Verkaufsraum eilte, ergriffen die Täter die Flucht und fuhren mit einem in der Nähe abgestellten Wagen davon. Weil sie keine Gewalt gegen den Juwelier anwendeten und ihm auch nicht drohten, ermittelt die Polizei nicht wegen Raubs, sondern nur wegen schweren Diebstahls.

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Belästigungsvideo "Ich betreibe Kampfsport und habe trotzdem…
Vorsicht Kamera! Hochzeit aus der Sicht einer Whiskey-Flasche
Nach Pokalsieg Pep Guardiola denkt nur noch an Borussia Dortmund
Israel Radikaler Rabbiner überlebt Attentat
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Kleine Horror-Show

Halloween, das Fest des Gruselns

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote