26.01.13

Messe

Auf der Grünen Woche kommen Naschkatzen auf ihre Kosten

Die Berliner Morgenpost hat die besten Tipps für Rabatte und Probier-Portionen am letzten Wochenende auf der Messe zusammengestellt.

Foto: Glanze

Auf der „Grünen Woche“ darf natürlich auch Rohkost nicht fehlen
Auf der "Grünen Woche" darf natürlich auch Rohkost nicht fehlen

Am süßesten auf der 78. Internationalen Grünen Woche ist Halle 22b, die Berlin-Halle. Hier wird man gleich von einem fröhlichen jungen Mann begrüßt, der mit einem herzlichen "Na? Mäuschen?" auf alle Besucher zugeht. Das ist natürlich kein hauptstädtischer Anmachspruch, der hungrige Messe-Touristen aus Schwaben, Castrop-Rauxel oder der Schweiz vom Berliner Charme überzeugen will. Nein, Jens Peter Jon arbeitet bei "ASELI" und das wiederum ist die älteste Schaumzuckermanufaktur Berlins.

Süße Mäuschen und Krokodile

Auf der Messe verteilt er nun rosafarbene Mäuschen und blassgrüne Krokodile an die hungrige Menschenmasse. Besonders für kleine Messebesucher ist dieser Stand mit seinen bunten Schaumtierchen eine willkommene Abwechslung zu den "erwachsenen" Delikatessen. "Und wenn wir gerade mal keine Schaumzuckertiere verteilen sollten, können die Kinder uns einfach ansprechen. Ich mach gerne noch mal eine Dose auf", sagt Jens Peter Jon.

Wie dieser Schaumzuckerstand bieten viele Stände auf der Messe zum Abschluss der Grünen Woche besondere Probierhäppchen oder Schnäppchen-Angebote an. "Kein Aussteller will Waren mit nach Hause nehmen", sagt der Sprecher der Grünen Woche, Wolfgang Rogall. Deshalb sei davon auszugehen, dass gerade ab Sonntagnachmittag viele Produkte noch mal im Preis reduziert würden.

Nur ein paar Meter weiter, in Halle 22a, der Schleswig-Holstein-Halle, kann man den zuckersüßen Schaumtiergeschmack mit einem Schluck Essig neutralisieren. Klingt ekliger als es ist, denn der fruchtige Himbeeressig vom "Fruchtwerker"-Stand lässt sich sogar pur probieren. Matthias Hüttmann hat kleine Becherchen mit Fruchtessig aufgebaut, die jeder gerne kosten darf. Und ein Angebot macht er interessierten Besuchern auch: Drei Flaschen Essig nach Wahl für 15,50 Euro. Eine Flasche kostet 5,80. Im Laden sei der Essig deutlich teurer. "Aber mit diesem speziellen Messepreis wollen wir unsere Berliner Verkäufer ein bisschen unterstützen, indem wir die Besucher hier neugierig machen", so Hüttmann.

Bolognese aus der Kaffeekanne

Der "lustigste Mann" auf der Grünen Woche ist nach eigener Aussage Olaf Steiger vom "WELA"-Stand. Er verkauft Suppen, Soßen und süße Nachspeisen. Alles in Dosen. Probieren kann man die aber trotzdem. Fast das komplette Sortiment wurde angerührt und in Thermosflaschen gefüllt. Als Besucher kann man sich entscheiden, ob man gerne eine klare Gemüsebrühe, vegetarische Bolognesen-Soße oder etwas Mousse au Chocolat verkosten möchte. Mit weit ausladender Geste deutet Olaf Steiger über sein Dosenreich: "Und wer mich nett fragt und mehrere Dosen auf einmal nimmt, der bekommt bestimmt von mir einen Supersonder-Spezialpreis."

Einen Supersonder-Spezialpreis gibt es beim "Gut von Holstein" zwar nicht. Aber Käse zum Naschen ist genug da. "Auch noch am Wochenende", versichert die Verkäuferin. Und wenn sich der Probierteller mal wieder schneller leert, als man nachschneiden kann? "Na, dann schneiden wir auch gerne den Wunschkäse zum Probieren auf."

"Warmes Schlitzohr"

Besonders beliebt ist der feinwürzige Tilsiter. Der, der so gut duftet und einem augenblicklich Appetit auf eine ordentliche Käsestulle macht. Stullen im weitesten Sinne gibt es im "Bio Backhaus" in Halle 21a. Auch hier wird bestes Bauernbrot auf einem Probierteller angeboten. Absoluter Renner ist allerdings eine Gebäckspezialität namens "Warmes Schlitzohr". Die wird aber erst mal nicht gratis verteilt. Und was am Ende der Messe übrig bleibe, werde an die Tafel verschenkt. Hoffnungen auf ein günstiges Angebot des Backhauses darf man sich trotzdem machen. "Irgendetwas lassen wir uns schon einfallen für die Besucher", sagt die Verkäuferin.

Wer von der Messe etwas anderes als Essen mit nach Hause nehmen möchte, ist gut beraten in Halle 18. Denn hier bietet das Partnerland der Grünen Woche, die Niederlande, seine schönsten Blumen an. Und am Sonnabend und am Sonntag, so verspricht Händler Marco Maat, geht er mit den Preisen für die bunten Sträuße noch mal runter. Zwei Sträuße Orchideen kosten dann nur 15 Euro und 40 frische Tulpen gibt es schon für 10 Euro.

Ingwer-Bier und -Limonade

Zwei Hallen weiter, in der Thüringen-Halle 20, gibt es einen ganz besonderen Service für erschöpfte Besucher: Ein Armbad von Kneipp. Mit ein paar Rosenblättern dekoriert und einer angenehmen Temperatur. Frank Bachmann erklärt den Besuchern genau, wie die Arme gehalten werden müssen. "Das Bad ist gut für den Kreislauf und für die Durchblutung", so Bachmann. "Es macht einfach frisch und munter."

Ausgesprochen erfrischend ist auch das selbst gebraute Ingwer-Bier der Spezialitäten-Brauerei in Halle 21. Rosemarie Borchert zapft und erklärt und schenkt nach, was das Zeug hält. Die frisch-würzige Ingwer-Limonade gibt es genauso zu probieren wie das Bier. Besonders durstigen Besuchern schenkt Rosemarie Borchert gerne auch zweimal nach. Für Schnäppchenjäger am Wochenende verspricht sie, ein Auge zuzudrücken für alle, die "Ginger-Bier" in Flaschen kaufen wollen. "Wer jetzt mehrere Flaschen kauft, bekommt einen schicken Stoffbeutel", sagt Borchert. "Und preislich kann man da auch schon was machen", fügt sie hinzu.

Kloß to go

Und für alle, die dann etwas zu tief ins Glas geschaut haben, empfiehlt sich der Stand von Hilmar Ranke, ebenfalls in Halle 20. Denn hier gibt es den "Kloß to go". Einen köstlich zarten Kloß mit einem feinen Ragout aus Pute und Gemüse. "Eine vollständige Mahlzeit, quasi", strahlt Ranke. So einen Kloß gibt es sogar ganz kostenlos jeden Tag zum Probieren.

Vor dem Abschlusswochenende der Grünen Woche zeigen sich die Bauern schon zufrieden mit der weltgrößten Agrarmesse. "Die Stimmung hier unter dem Funkturm ist durchweg gut", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Bis zum Abschluss werde die Besucherzahl an den zehn Messetagen die 400.000-Marke noch übersteigen, schätzt der Veranstalter. Nach Messeangaben hat jedoch das Wetter bislang große Zuwächse verhindert. Als einer der letzten hochrangigen Gäste forderte am Freitag SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mehr Umwelt- und Tierschutz von der Branche.

Quelle: ohr
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