08.01.2013, 14:45

Tarantino-Film "Django Unchained" – Waltz als Kopfgeldjäger in Berlin

Staraufgebot in Berlin: Quentin Tarantino, Jamie Foxx, Christoph Waltz, Kerry Washington und Samuel L. Jackson stellen neuen Film vor.

Regisseur Quentin Tarantino stellte am Dienstag in Berlin sein Western-Epos "Django Unchained" im Hotel de Rome vor. Auch die Hauptdarsteller Jamie Foxx, Christoph Waltz, Kerry Washington und Samuel L. Jackson waren bei der Deutschlandpremiere des Films dabei. "Django Unchained", für den Tarantino auch das Drehbuch schrieb, erzählt die Geschichte eines ehemaligen Sklaven auf einem blutigen Rachefeldzug.

Tarantino präsentierte sein Werk bei einer Pressekonferenz mit den Hollywoodstars höchstselbst. Leonardo DiCaprio hatte seine Teilnahme wegen Dreharbeiten allerdings abgesagt.

Nominiert für Golden Globes

In dem brutalen Western geht es hart zur Sache: Der deutschstämmige Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Oscar-Preisträger Waltz) will die mordenden Brittle-Brüder schnappen. Der Sklave Django (Oscar-Preisträger Foxx) soll ihm dabei helfen, im Gegenzug verspricht ihm Schultz die Freiheit.

Nachdem die Brittles gefasst sind und Django ein freier Mann ist, verfolgen die beiden Männer gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher der Südstaaten. Djangos größtes Ziel jedoch ist es, seine Frau Broomhilda (Washington) von ihrem Sklavenhändler zu befreien.

Rache am Unterdrücker

Tarantino ist von seinem Werk überzeugt: "Wer sieht denn auch nicht gerne einen Film, in dem sich ein ehemaliger Sklave an seinem früheren Herrn rächt? Also ich würde sofort ein Ticket dafür kaufen", konstatiert Tarantino. Es gehe ihm dabei nicht darum, Gewalt im Übermaß ins Kino zu bringen.

"In solchen Kategorien denke ich gar nicht. Ich erzähle meine Geschichten. Ich mache mein Ding", so der 49-Jährige im 'Musikexpress'. "Und zufälligerweise mag ich eben Genres, in denen Gewalt eine gewisse Rolle spielt; Von Kung-Fu-Filmen bis zum Western. Aber das gilt ja genauso für griechische Tragödien und Shakespeare-Dramen."

Film startet in Berlin am 17. Januar

Dass eine gewisse Konzeption hinter der Gewaltdarstellung seiner Filme liegt, will der Oscar-Preisträger jedoch nicht von sich weisen. Vielmehr möchte er mit seiner Idee den Zuschauer ins Boot holen. Denn die gewalttätige Rache habe als Motiv einen starken Effekt auf den Betrachter. "Wenn du siehst, wie jemand seinen Unterdrücker umbringt, erzeugt das eines der stärksten Gefühle, zu dem das Kino überhaupt fähig ist", verspricht Tarantino.

In den USA lief "Django Unchained" schon zu Weihnachten an. In Deutschland kommt er am 17. Januar in die Kinos. Der Film ist für fünf Golden Globes nominiert.

(ddp/dpa/bang/seg)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter