07.01.13

Neukölln

Vewirrter zündet Wohnung an - Polizei findet Granaten

In der Nacht zum Montag legte der 50-Jährige Feuer. Als die Polizei eintraf, fand sie scharfe Sprenggranaten - und ließ das Haus räumen.

Foto: picture alliance / J.W.Alker

Gefährlich: Die Polizei stellte in der Wohnung von René D. Munition und Waffenteile sicher
Gefährlich: Die Polizei stellte in der Wohnung von René D. Munition und Waffenteile sicher

Ein psychisch verwirrter Mann hat in der Nacht zu Montag seine Wohnung in Neukölln in Brand gesetzt und dadurch einen Großeinsatz der Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung an der Sonnenallee fanden die Beamten mehrere Sprenggranaten, von denen zwei scharf waren. Wie René D. in den Besitz der Kriegswaffen gelangte, ist noch unklar. Der 50-Jährige wurde vorerst in einer Psychiatrie untergebracht. Die Waffen wurden zum Sprengplatz in Grunewald gebracht und dort entschärft.

Gegen Mitternacht hatte eine Anwohnerin zunächst Brandgeruch in dem Mehrfamilienhaus bemerkt, ohne feststellen zu können, aus welcher Wohnung der Geruch kam. Im Treppenhaus kam der 21-Jährigen dann ihr Nachbar entgegen. Als sie ihn auf den Geruch ansprach, reagierte er nicht und ging zurück in seine Wohnung. Dabei entdeckte die 21-Jährige, dass starker Qualm aus der Wohnung des 50-Jährigen drang. Die Frau alarmierte daraufhin Feuerwehr und Polizei. Kurz darauf löschten mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr die Flammen, die sich vor allem auf den Dielen ausgebreitet hatten. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, hatte René D. vermutlich Papier auf dem Boden verteilt und angezündet. Außerdem brannte ein kleiner Tisch.

Polizei lässt Haus nach Granatenfund räumen

Polizeibeamte entdeckten wenig später mehrere Sprenggranaten in der Wohnung des 50-Jährigen und veranlassten daraufhin die Räumung des Mehrfamilienhauses. Die Mieter wurden vorübergehend in einem Bus der Verkehrsbetriebe untergebracht. Die Sonnenallee wurde in Richtung Baumschulenweg gesperrt. Erst gegen 4.15 Uhr konnten die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Gegen René D. wurde ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkrontrollgesetz eingeleitet. Bei seiner Festnahme soll er gesagt haben, er wolle alles abfackeln. Ob der 50-Jährige dauerhaft in einer Klinik untergebracht werden soll, war am Montagnachmittag noch unklar. Dazu müsste die Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Antrag beim Richter stellen. Bei der Polizei ist René D. bereits mehrfach in Erscheinung getreten. So soll er den Angaben eines Sprechers zufolge schon diverse Körperverletzungen begangen haben.

Quelle: ur
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