05.01.13

Meisterschaft

Wie weit Weihnachtsbäume fliegen können

Anstatt den Baum einfach zu entsorgen, ließ er sich in Berlin bestens als Sportgerät nutzen. Letztlich ging es auch um Preise.

Von Andreas Gandzior
Foto: dpa

Die Teilnehmer der Berliner Baumweitwurfmeisterschaft spielten mit aller Kraft um Einkaufsgutscheine
Die Teilnehmer der Berliner Baumweitwurfmeisterschaft spielten mit aller Kraft um Einkaufsgutscheine

Gestolpert und geschleudert, mit Anlauf die Speerwurftechnik angewandt oder der technisch ausgereifte, perfekt gedrehte Hammerweitwurf – die Techniken beim diesjährigen Weihnachtsbaumweitwurf-Wettbewerb hätten unterschiedlicher kaum seien können. Ungeachtet der Technik galt es, das nadlige Grün so weit wie nur möglich zu werfen.

Austragungsort der noch nicht olympischen Disziplin waren die Parkplätze der Ikea-Möbelhäuser in Spandau, Tempelhof und Lichtenberg. Bereits zum achten Mal fand die "Knut Baumweitwurf Meisterschaft" statt.

"Ich mache zum vierten Mal mit", sagt Christian Prietsch. Seine Weite an diesem Sonnabend lag bei 6,4 Metern. "Ich habe mich für die Hammerwurftechnik entschieden und den Baum dann aus der Drehung heraus geschleudert."

In vier Kategorien – Männer, Frauen, Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren und Kinder bis zwölf Jahre -mussten unterschiedlich große und schwere Weihnachtsbäume geworfen werden. Je nach Kategorie und der Weite gab es kleine Geschenke gleich vor Ort. Die Tagessieger wurden erst am Abend für die sportlichen Mühen belohnt.

4 Kilo für die Männer

"In den Kategorien Frauen und Männer bekommen die Tagessieger jeweils einen Einkaufsgutschein über 100 Euro", erklärte Marketingleiterin Nadja Skladnikiewicz. "Der Sieger unter den Jugendlichen bekommt einen Einkaufsgutschein in Höhe von 50 Euro, der Gewinner bei den Kindern erhält einen Rucksack." Männer mussten einen rund 4 Kilogramm schweren Baum werfen, Frauen und Jugendliche hatten 2,5 Kilogramm stachliges Grün zu bewältigen. Für Kinder lagen 250 bis 500 Gramm schwere Baumspitzen bereit.

"Richtig trainiert habe ich nicht", sagte Thomas Schäfer aus Kreuzberg. "Ich habe vor zwei Tagen unseren Weihnachtsbaum vom Balkon aus auf die Straße geworfen. Da habe ich ein wenig Feeling bekommen." Seine Weite im Wettbewerb wurde mit 6,40 Metern gemessen. Schäfer hatte den Baum aus dem Stand heraus geschleudert. Am Nachmittag hatten es einige der Teilnehmer bereits auf beachtliche Weiten gebracht. Bei den Männern lag der Spitzenreiter bei 9,6 Metern, die beste Frau warf 5,3 Meter weit und ein Jugendlicher lag bei einer Weite von 6,65 Metern. Bei Ikea in Tempelhof können auch am Sonntag noch Bäume geworfen werden.

Die Stadtreinigung kommt

Ab Montag holt die Berliner Stadtreinigung (BSR) Weihnachtsbäume vom Straßenrand ab. Die BSR bittet darum, die Bäume auf keinen Fall zu zerkleinern und in einen Müllsack zu packen.

Die Stadtreinigung bietet zwei Abholtage für folgende Bezirke an: Charlottenburg, Schöneberg, Tiergarten und Wedding Montag am 7. und 14. Januar, Friedrichshain, Kreuzberg, Marzahn und Mitte Dienstag 8. und 15. Januar, Tempelhof und Wilmersdorf 9. und 16. Januar, Treptow und Zehlendorf 10. und 17. Januar, Lichtenberg, Pankow und Weißensee 11. und 18. Januar, Hellersdorf, Hohenschönhausen, Köpenick, Neukölln, Prenzlauer Berg, Reinickendorf, Spandau und Steglitz Sonnabend 12. und 19. Januar.

Weitere Informationen unter Tel.: (030) 7592-6670 oder im Internet unter www.bsr.de

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