05.01.13

Polizeierfolg

Berliner Zivilfahnder fassen nach Verfolgungsjagd Autodiebe

Zivilfahnder beobachteten bereits bekannte Autodiebe bei neuen Taten. Ein knappes Dutzend Polizeifahrzeuge stoppte die Täter schließlich.

Von Hans H. Nibbrig
Foto: ABIX

Die Berliner Polizei hat zwei Autodiebe nach einer wilden Verfolgungsjagd gestellt. Zugriff: Nahe der Anschlussstelle Späthstraße in Berlin-Neukölln konnten die Flüchtigen eingekreist und gestoppt werden.

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Mit einem Großeinsatz hat die Berliner Polizei einschlägig bekannte Autodiebe gestoppt. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd endete am frühen Sonnabendmorgen auf der Autobahn A113 in Neukölln mit der Überwältigung und Festnahme der beiden 30 und 44 Jahre alten Autodiebe. Die beiden Männer sollen an diesem Sonntag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Die Täter waren gegen 3 Uhr früh mit einem Renault Mégane unterwegs, als sie am Spandauer Damm in Charlottenburg einer Zivilstreife auffielen. Die Überprüfung des Kennzeichens ergab, dass der Halter des Fahrzeugs ein bereits polizeibekannter Autodieb ist. Daraufhin forderten die Beamten über Funk drei weitere Zivilstreifen an, um das verdächtige Fahrzeug und seine Insassen weiter unbemerkt observieren zu können.

Eine Stunde später wurde klar, dass sich der Aufwand gelohnt hatte. Gegen 4 Uhr knackten die Verdächtigen an der Mommsenstraße in Charlottenburg einen Nissan, nachdem sie sich zuvor auffällig für weitere dort geparkte Fahrzeuge interessiert hatten. Gleich darauf fuhren die Männer mit ihrem Renault und dem gestohlenen Pkw davon, verfolgt von den vier Zivilstreifenfahrzeugen.

Eingekreist und ausgebremst

Nachdem die Autodiebe auf die A113 gefahren waren, informierten die Zivilfahnder Kollegen, die in Neukölln in Höhe der Anschlussstelle Späthstraße eine Sperre in Form eines sogenannten künstlichen Staus einrichteten. Diese konnten die Täter jedoch umfahren und mit hoher Geschwindigkeit flüchten.

Daraufhin machten sich knapp ein Dutzend Polizeifahrzeuge an die Verfolgung, ihnen gelang es schließlich, die Flüchtenden in ihren Fahrzeugen einzukreisen und auszubremsen. So einfach wollten sich die Autoknacker allerdings nicht geschlagen geben, immer wieder versuchten sie, sich mit ihrem Wagen aus der Umkreisung zu befreien. Dabei rammten sie mehrfach die Einsatzfahrzeuge der Polizei und verursachten so erheblichen Sachschaden, bevor sie endgültig gestoppt und festgenommen werden konnten.

Bereits in der Nacht zuvor waren bei einer Verfolgungsjagd in Wedding mehrere Fahrzeuge beschädigt worden. An der Gerichtsstraße wollten Polizisten einen mit drei Männern besetzten Pkw kontrollieren. Der Fahrer gab jedoch Gas und fuhr, von mehreren Streifenwagen verfolgt, davon. An der Grenzstraße rammte er beim Abbiegen in die Reinickendorfer Straße zwei Fahrzeuge und landete schließlich auf dem Grünstreifen.

Der Fahrer und ein Beifahrer entkamen zu Fuß, der zweite Beifahrer, ein 36-Jähriger, konnte festgenommen werden. Gegenüber der Polizei gab er an, die beiden anderen Insassen nur flüchtig zu kennen. Die Fahrer der beiden gerammten Autos wurden bei dem Zusammenprall verletzt.

Berlin gilt vor allem wegen seiner Grenznähe als "Hauptstadt der Autodiebe". 2010 wurden 7182, 2011 sogar 7340 Fahrzeuge entwendet. Für 2012 werden ähnlich hohe Zahlen erwartet. Die meisten Fälle wurden in Charlottenburg und Prenzlauer Berg registriert.

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