30.12.12

Autobahn-Ausbau

Prämien für zügige Fertigstellung auch bei A100 möglich

Nach den guten Erfahrungen bei der Avus will Verkehrssenator Müller Betriebe auch bei der A100 für schnelles Bauen belohnen.

Foto: dapd

Startschuss: Im Frühjahr 2013 beginnt der Bau zur Erweiterung der Autobahn 100
Startschuss: Im Frühjahr 2013 beginnt der Bau zur Erweiterung der Autobahn 100

Im Frühjahr 2013 rollen die Bagger zur Erweiterung von Berlins umstrittenster Autobahn A100. "Erste Baufortschritte wird man im Mai sehen", kündigte Verkehrssenator Michael Müller (SPD) an. Zu diesem Zeitpunkt begännen erste Arbeiten an den Ingenieursbauwerken, zuvor müssten noch einige Gebäude auf der Trasse abgerissen werden. "Wir sind im Zeitplan", sagte der Verkehrssenator.

Für die Baufirmen könnte sich zügiges Arbeiten möglicherweise auszahlen. Es sei denkbar, mit ihnen ähnliche Prämienabsprachen zu treffen, wie bei der Sanierung der Avus, sagte Senator Müller. "Nach den guten Erfahrungen wollen wir das überall machen, wo es sich anbietet." Besonders Arbeiten an Autobahnen und Schnellstraßen seien geeignet. "Ich würde es gut finden, wenn der Bund als Bauherr so etwas macht", sagte Müller. Bei der Sanierung der legendären Avus hatte der Bund pro eingespartem Tag einen Bonus von 20.000 Euro ausgelobt. Die Bauarbeiten an der vielbefahrenen Avus konnten schließlich ein Jahr früher als geplant fertig gestellt werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen erhielt dafür einen Bonus in Höhe von insgesamt einer Millionen Euro.

80 Millionen Euro Bauzuschuss vom Bund

Größere Probleme vor dem Baubeginn der A100 erwartet Verkehrssenator Müller nicht mehr "weder beim Natur- und Umweltschutz, noch bei den Finanzen". Die Gelder für die Verlängerung der Stadtautobahn im Ostteil der Stadt seien da. Die Bundesregierung stellt für die Verlängerung der A100 in den kommenden zwei Jahren rund 80 Millionen Euro aus einem Sonderprogramm bereit. Etwa 30 Millionen Euro soll es für die ersten Arbeiten schon im kommenden Jahr, weitere 50 Millionen dann im Jahr 2014 geben. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 473 Millionen Euro beziffert.

Das 3,2 Kilometer lange Teilstück der Stadtautobahn A100 von Neukölln nach Treptow ist in der Hauptstadt heftig umstritten. Vor allem die Grünen lehnen das Autobahnprojekt ab. An dem Streit um die A100 war im vergangenen Jahr auch die Bildung einer rot-grünen Koalition gescheitert, da der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für die Verlängerung der A100 war, die Grünen jedoch strikt dagegen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Oktober diesen Jahres vier Klagen gegen das Projekt abgewiesen. Gebaut wird nach Angaben von Verkehrssenator Müller voraussichtlich während der gesamten Legislaturperiode. Die ersten Autos sollen dann im Jahr 2017 über die neue Stadtautobahn rollen.

Quelle: BM/dpa
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