29.12.12

Exklusiv

Berliner Fanmeile wird für Großveranstaltungen ausgebaut

In der Straße des 17. Juni werden dafür 14 Millionen Euro investiert. Bis zur Fußball-WM im Sommer 2014 sollen die Arbeiten beendet sein.

Von Jens Anker und Joachim Fahrun
Foto: dpa

Fans vor dem Brandenburger Tor bei der EM 2012: Die Berliner Fanmeile wird kräftig ausgebaut
Fans vor dem Brandenburger Tor bei der EM 2012: Die Berliner Fanmeile wird kräftig ausgebaut

Die Straße des 17. Juni wird zur ständigen Festmeile der Hauptstadt ausgebaut. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) bewilligte kurz vor dem Jahresende dem Bezirk Mitte Subventionen von neun Millionen Euro aus Wirtschaftsfördermitteln, um eine dauerhafte Infrastruktur für Großveranstaltungen zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule zu schaffen.

Der Bezirk Mitte gibt aus seinem Etat eine weitere Million Euro hinzu. Wenn von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung weitere Genehmigungen eintreffen, soll die Summe noch einmal um 4,3 Millionen Euro aufgestockt werden.

Das Geld stammt zu 90Prozent aus Fördertöpfen des Bundes und der Europäischen Union und wird für mehr Sicherheit und feste Versorgungsleitungen ausgegeben. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2014 sollen die Arbeiten beendet sein, denn dann soll im Tiergarten wieder ein großes Fanfest stattfinden.

Kulisse des Brandenburger Tores "etwas Einzigartiges"

Berlin habe mit der Festmeile vor der Kulisse des Brandenburger Tores "etwas Einzigartiges zu bieten", sagte Wirtschaftssenatorin Yzer der Berliner Morgenpost. Sie übergab am Freitag vor der Bühne für die größte Silvester-Party der Welt den Förderbescheid an Mittes Bezirksstadtrat Carsten Spallek (CDU). Damit beendet die Senatorin auch die Diskussion über die Nutzung dieser wichtigen Ost-West-Verkehrsverbindung als ständige Festmeile. "Niemand soll sich einreden, dass diese wichtigen Veranstaltungen hier wieder weggehen", sagte Yzer. "Wir können stolz sein, dass so viele Menschen kommen und dass diese Bilder um die Welt gehen."

Auch Bezirksstadtrat Spallek, der in Mitte die Veranstaltungen genehmigen muss und schon häufig Sicherheitsbedenken geltend machte, sieht dies so. Die Diskussion um die Nutzung der Straße des 17. Juni als Ort für Großveranstaltungen sei "erledigt", sagte Spallek. "Wir haben keinen anderen angemessenen Ort in Berlin." Man könne den Christopher Street-Day, den Marathon, Fanmeilen oder Silvesterfeiern nicht auf die "Rieselfelder in Marzahn-Hellersdorf" verlegen, sagte der CDU-Politiker. Wenn die Veranstaltungen auf der Straße des 17. Juni stattfänden, dann sollten sie sicher sein.

Sicherheit im Vordergrund des Konzepts

Sicherheit steht auch im Vordergrund des neuen Konzeptes. Das Areal wird in Planquadrate eingeteilt, damit alle Veranstalter sich an die gleichen Vorgaben halten können. Die Straßenlaternen werden umgerüstet, damit sie im Falle eines Stromausfalles mit Notstromaggregaten innerhalb einer Sekunde wieder anspringen.

Zudem werden Wege durch den Tiergarten für Rettungsfahrzeuge ausgebaut und Lautsprecheranlagen installiert, um im Notfall beruhigend auf die Besucher einwirken zu können. Feste Fluchtwege durch den Tiergarten sollen auf der ganzen Meile ausgewiesen werden. Die niedrigen Metallbänder, sogenannte Hasengitter, werden entfernt. Das seien echte Stolperfallen, sagte Stadtrat Spallek.

Besserer Mobilfunk, vor allem für die Silvesterparty

Geplant ist weiterhin, die Mobilfunk-Kapazitäten zu erweitern, damit möglichst viele Besucher der Silvesterparty ihre Neujahrs-SMS verschicken können. Die Veranstalter bekommen feste Strom- und Wasseranschlüsse, bisher müssen sie sich selber mit Schläuchen Wasser aus den Hydranten ziehen. "Für uns ist das sehr positiv", sagte Rainer Wohltat, Organisator der Silvester-Feier. Zur größten Party Deutschlands erwartet er am Montagabend bis zu einer Million Besucher.

Die Sorge, dass nun ganzjährig im Tiergarten Spektakel stattfinden soll, zerstreuten die Wirtschaftssenatorin und der Stadtrat. Das Ziel sei nicht, auf der Straße des 17. Juni mehr zu machen, sondern nur die zentralen Ereignisse, die auch gewollt seien, sagte Cornelia Yzer.

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Ausbau der Fanmeile Sollte Berlin die Fanmeile für Großveranstaltungen ausbauen?

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    Ja, es finden in der Partyhauptstadt so viele Veranstaltungen dort statt. Da macht ein Ausbau Sinn.

  • 50%

    Nein, ein Zentraler Festplatz wäre sinnvoller. Das Geld kann besser verwendet werden.

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    Dazu habe ich keine Meinung.

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