04.12.12

Polizei-Großeinsatz

Netanjahus Berlin-Besuch sorgt für Straßensperrungen

Der israelische Premier ist Mittwoch und Donnerstag in der Hauptstadt zu Gast. Die Berliner müssen sich auf Behinderungen einrichten.

Von Peter Oldenburger
Foto: dpa

Benjamin Netanjahu: Für den Berlin-Besuch des israelischen Regierungschefs gilt die höchste Sicherheitsstufe
Benjamin Netanjahu: Für den Berlin-Besuch des israelischen Regierungschefs gilt die höchste Sicherheitsstufe

An diesem Mittwoch und Donnerstag wird Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Begleitung seiner Kabinettskollegen zu Gast in Berlin sein. Anlass sind unter anderem die vierten deutsch-israelische Regierungskonsultationen, die am Donnerstag in der Hauptstadt stattfinden. Für den Regierungschef gilt die höchste Sicherheitsstufe. Die Berliner müssen mit zahlreichen Straßensperrungen rechnen. Davon betroffen wird nicht nur die Umgebung des Kanzleramtes in Tiergarten sein.

Für die Polizeibeamten in der Bundeshauptstadt stehen damit arbeitsreiche Tage bevor. Sie bereiten sich seit Tagen auf den Besuch des Politikers vor und wird dabei Schätzungen zufolge bis zu 2000 Beamte einsetzen. Unterstützung erhält die Berliner Polizei wie so häufig durch Beamte aus anderen Bundesländern. Die Gefährdungslage für die Politiker aus Israel sei – vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Auseinandersetzungen und Kampfhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern im Gazastreifen – größer geworden, sagte ein Sicherheitsexperte.

Gerade in der Berliner Innenstadt könne es häufiger zu sehr kurzfristigen Sperrungen von Straßen kommen, kündigte eine Polizeisprecherin am Montag an. Die Polizei sei aber bemüht, die Behinderungen für Autofahrer während des Staatsbesuchs so gering wie möglich zu halten. Erwartet wird Premier Benjamin Netanjahu am Mittwochabend in Tegel, wo er mit seiner Delegation auf dem militärischen Teil des Flughafens landen wird. Anschließend ist noch am selben Tag ein Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgesehen.

Das Interconti wird eine Festung gleichen

Das Hotel Intercontinental wird für rund 48 Stunden einmal mehr einer Festung gleichen. Die angrenzende Budapester und Stülerstraße in Tiergarten werden für sämtliche Verkehrsteilnehmer nicht nutzbar sein, gleiches gilt für Teile der Corneliusstraße. Mehr Polizisten als üblich werden in der Nähe von Einrichtungen wie der Botschaft Israels in Grunewald, der großen Synagoge in Mitte oder dem Jüdischen Museum in Kreuzberg zu sehen sein. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Sicherheitsvorkehrungen durchexerziert. Über Einzelheiten machen die Sicherheitsbehörden aus nachvollziehbaren Gründen keine Angaben.

Die Fahrtrouten für die israelischen Gäste sind angesichts der Gefährdungslage geheim. Der Verlauf der Strecken sowie mehrere Ausweichrouten werden vor dem Regierungsbesuch gründlich inspiziert. Außerdem werden Kanaldeckel verschweißt, nachdem die unterirdischen Kanäle vorher genauestens untersucht werden. Regelmäßig kommen bei Besuchen, die von hohen Sicherheitsauflagen geprägt sind, auch Polizei-Taucher zum Einsatz. So wird in diesem Fall der Landwehrkanal unweit des Intercontis auf versteckte Sprengvorrichtungen hin abgesucht. Die Bewegungen der zu schützenden Gäste in der Öffentlichkeit stehen unter Beobachtung der Sicherheitsbeamten. Auf den Dächern zahlreicher Gebäude in der Innenstadt dürften zeitweise auch maskierte Personen zu sehen sein – darunter Angehörige von Einheiten der Präzisionsschützen sowie andere Polizisten.

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