01.12.2012, 22:07

Sicherheit Polizeiwache am Alex bekommt regen Zulauf

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

85 Menschen haben am ersten Tag und in der ersten Nacht Kontakt mit den Beamten aufgenommen. Die meisten stellten aber touristische Fragen.

Mehr Präsenz zeigen, das subjektive Sicherheitsgefühl der Passanten steigern und der Kriminalität vorbeugen. Dies ist die Zielstellung der am Freitag neu eröffneten mobilen Wache am Alexanderplatz in Mitte, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Sonnabend. Insgesamt 85 Menschen hätten am ersten Tag und in der ersten Nacht Kontakt mit den Beamten aufgenommen.

Allerdings habe die große Mehrheit von etwa 70 Passanten für Touristen typische Fragen gestellt. Etwa wo sich die Post, der Busbahnhof oder der Fernsehturm befinde oder was zu tun sei, wenn der Personalausweis verloren wurde, so Redlich. "Das wird in Zukunft sicher nicht anders sein. Aber die Beamten haben in den ersten 24 Stunden auch schon 15 Präventionsgespräche geführt", sagte Redlich.

Die Besatzung der Wache berät die Menschen auch über Gefahren an stark frequentierten Plätzen, etwa zu Taschendiebstahl und Hütchenspielern und hält entsprechende Flugblätter bereit. Auch Tina K., die Schwester des von Schlägern tödlich verletzten Jonny K., zeigte ihr Interesse am neuen Kontaktmobil und habe sich in der Nacht zu Sonnabend bereits mit den Polizisten unterhalten. Die Gewalttat gegen den 20-Jährigen war der Auslöser für Innensenator Frank Henkel (CDU), mit der mobilen Wache der Polizei ein Zeichen zu setzen. Der Funkstreifenwagen der mobilen Wache wird montags bis donnerstags von 13 bis 20 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr an vier Standpunkten am Alexanderplatz präsent sein. Freitags und sonnabends ist er von 13 Uhr bis 6 Uhr am nächsten Morgen vor Ort.

(pol)
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