Die Europawahl hat die Berliner kalt gelassen. Nur jeder dritte Wahlberechtigte gab diesmal seine Stimme ab. Morgenpost Online zeigt die Wahlbeteiligung und Ergebnisse aller Bezirke und ging vor Ort der Frage nach, warum die Berliner solche Europawahl-Muffel sind.
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Europa hat gewählt!
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Na, kennen Sie diese Wählerin?
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Klar, das ist die Kanzlerin, die in Berlin ihre Stimme abgegeben hat.
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Angela Merkel ging mit gutem Beispiel voran, aber insgesamt stand die Europawahl in Deutschland unter dem Vorzeichen einer sehr geringen Wahlbeteiligung.
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Dennoch war die Kanzlerin nicht die einzige Wählerin.
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Außenminister Frank-Walter Steinmeier kam - vorbildlich - als einer der ersten zur Stimmabgabe in eine Berliner Grundschule.
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Gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender spazierte Steinmeier dann unter einem Regenschirm wieder nach Hause.
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FDP-Chef Guido Westerwelle hatte mehr Glück mit dem Wetter. Als er zu seinem Wahllokal in Bonn ging, schien die Sonne.
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Und an einem strahlenden Wahlsonntag ist Guido Westerwelle offensichtlich vor der Stimmabgabe zuversichtlich über das Abschneiden seiner Liberalen.
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Wie leicht zu erkennen ist, wählen diese Frauen nicht in Bonn, sondern in Veresegyhaza, einem Ort etwa 30 Kilometer von Budapest entfernt. Zur Feier des Tages tragen sie ungarische Trachten.
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Auch diese drei Damen mögens es traditionell und gingen in der Musikschule im österreischen Vitis, rund 120 Kilometer von Wien entfernt, im Dirndl zur Stimmabgabe.
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Im Schwarzwald wurde ebenfalls in Tracht gewählt....
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...und natürlich in Bayern.
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Im slowakischen Bratslava zählten Präsident Ivan Gasparovic und seine Frau Silvia Gasparovicova (li.) zu den ersten Wählern.
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Auch Lettlands Präsident Valdis Zatlers ging gemeinsam mit seiner Frau Lilita Zatlere zur Wahlstation Nr. 6 in Riga.
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Er hat es gleich hinter sich: Der Präsident der griechischen Zyprer, Demetris Christofias, wirft den Vorhang der Wahlkabine zurück, um sogleich den Wahlbogen in die Urne zu stecken.
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Und sie feiern schon vor der Auszählung der Stimmen: Noch während der Wahlkampagne lassen die portugiesischen Sozialisten ihren Spitzenkandiaten Vital Moreira in Lissabon hochleben.
Lag es am schlechten Wetter, am vermeintlich fernen Europa oder daran, dass
die Berliner erst kürzlich aufgerufen waren, ihre Stimmen zum Thema
Religionsunterricht abzugeben? Fest steht, dass die Beteiligung an der
Europawahl gestern in Berlin geringer war als im Jahr 2004 bei der letzten
Europawahl. Nur 35,1 Prozent der wahlberecht...