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Feiern

Wowereit greift Bund wegen Mauerfall-Jubiläum an

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit wirft dem Bund vor, die Feiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls allein Städten wie Leipzig und Berlin zu überlassen. Von Bundesregierung und Bundestag vermisse ihr entsprechende Planung zum Jubiläum.

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Mauerfall
Foto: picture-alliance
Annäherung: Ein Westberliner Polizeioffizier (r.) steckt seinem Kollegen aus der DDR eine Blume ins Knopfloch.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat der Bundesregierung vorgeworfen, den 20. Jahrestag des Mauerfalls ungenügend im Blick zu haben. „Mir ist, ehrlich gesagt, noch nicht ganz klar, welche Aktivitäten die Bundesregierung und der Bundestag planen“, sagte Wowereit.

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Es sei ja nicht erst seit heute bekannt, dass am 9. November 1989 die Mauer fiel und friedliche Revolution war, so der SPD-Politiker. „Ich denke, dass es gut wäre, wenn auch die Bundesebene den 20. Jahrestag des Mauerfalls gebührend begeht, und das nicht nur Veranstaltungen in Leipzig, Berlin oder sonst wo überlässt.“

Berlin habe sich rechtzeitig vorbereitet, sagte Wowereit. Das Jubiläumsjahr hatte mit dem Projekt „Schauplätze - 20 Jahre Berlin im Wandel“ begonnen. Im Mai wurde auf dem Alexanderplatz eine Open-Air- Ausstellung zur friedlichen Revolution in der DDR eröffnet. Am Originalschauplatz der Massendemonstration von DDR-Bürgern am 4. November 1989 wird der Weg vom Fall der Mauer bis zur Wiedervereinigung gezeigt.

Am 9. November soll am Brandenburger Tor die Mauer symbolisch noch einmal einstürzen. Bei der Aktion zum Jubiläumstag des Mauerfalls werden mehr als 1000 bemalte, übermannsgroße Segmente wie Dominosteine umfallen. Die rund zwei Kilometer lange Kette aus Kunststoff-Teilen soll vom Reichstag über das Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz reichen.

Derzeit bemalen Schüler, Jugendclubs und Unternehmen die „Mauerteile“. Sie sollen sich auf diese Weise mit der friedlichen Revolution auseinandersetzen. Nach Worten von Wowereit soll mit der Aktion gegen das Vergessen gewirkt werden.

Der SPD-Politiker sagte, er erinnere sich noch deutlich an seine „unbeschreibliche Gefühlslage“ am Tag des Mauerfalls. „Wer heute noch meckert über irgendetwas im Zusammenhang mit der Deutschen Einheit, der soll sich erinnern an diese Glücksmomente, die wir alle hatten, als man fremde Menschen umarmt hat und glücklich war“, meinte Wowereit.dpa/apä

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