01.06.09

Flughafen Tempelhof

Schweizer gewinnt Fahrradkurier-Meisterschaft

Tagelang rasten sie über Berlins inzwischen stillgelegten Flughafen Tempelhof: Fahrradkuriere aus ganz Europa waren nach Berlin gekommen, um die Besten der Besten zu ermitteln. Bei der 14. Europameisterschaft der Fahrradkuriere in Berlin siegten ein Schweizer und eine Schwedin.

Foto: ddp/DDP

Insgesamt 800 Zweirad-Kurierer aus ganz Europa traten auf dem Flughafengelände gegeneinander an.

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Die besten Fahrradkuriere Europas radeln in der Schweiz und Schweden. Stefan Fröhlich aus Zürich und Johanna Reeder aus Stockholm gewannen am Pfingstmontag das Hauptrennen der 14. Europameisterschaft der Fahrradkuriere in Berlin. Dem deutschen Titelverteidiger bei den Herren, Michael Brinkmann aus Bremen, blieb diesmal nach Angaben der Veranstalter hinter dem zweiten Schweizer Martin Brunner nur der ehrenvolle dritte Rang.

Sie waren auf zwei Rädern im Wettbewerb wie auch sonst auf den Straßen der Großstädte in ganz Europa schnell, wendig und geschickt unterwegs. Bei der 14. Europameisterschaft der Fahrradkuriere auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof traten rund 800 der Rad-Spezialisten bei Lastenrennen, Sprints, Fahrradpolo und dem Hauptrennen am Montag gegeneinander an. Insgesamt gab es sieben Haupt- und mehrere Nebendisziplinen. 120 Kuriere hatten sich für das Finale qualifiziert.

Vor dem riesigen Flughafengebäude lagen am Mittag vor dem Finale drahtige Männer und einige Frauen in bunten Trikots auf der Wiese und warteten auf den Startschuss. Titelverteidiger Michael Brinkmann aus Bremen erschien im orangefarbenen Dress und fuhr sich mit seinem Rad erst einmal ein. Der 43-Jährige hatte die Europameisterschaft im vergangenen Jahr im niederländischen Eindhoven gewonnen. "Da musste man innerhalb von drei Stunden möglichst viele Jobs erledigen."

In Berlin ging es darum, eine Liste von Aufträgen in kurzer Zeit zu erledigen. Die Kuriere mussten bei ihrem Rennen, das auch durch Tunnel am Flughafen verlief, Päckchen und Briefe an Haltepunkten abliefern, wie die Sprecherin der Veranstalter, Julia Reinecke, erläuterte. Am Ende sollte dann der Kurier gewinnen, der seine Route am geschicktesten geplant – und damit Zeit gespart hatte. Zu gewinnen gab es laut Veranstalter Räder und Kuriertaschen.

"Es ist klasse zu erleben, wer der Schnellste in Europa ist", sagte Brinkmann vor dem Entscheidungsrennen, da noch mit Optimismus. "Die Europameisterschaft ist ein Event, wo wir uns einmal im Jahr treffen." In Berlin und Hamburg gebe es im bundesweiten Vergleich besonders viele Fahrradkuriere. "New York ist aber die Hauptstadt der Fahrradkuriere."

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