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Architekturwettbewerb gefordert

Verein will die Deutschlandhalle erhalten

Die Deutschlandhalle soll abgerissen, ein neue Eissport- und eine neue Messehalle gebaut werden. So lauten die Pläne des Senats. Doch es gibt erneut Widerstand gegen den Abriss. Die Halle müsse schon aus Denkmalschutzgründen erhalten bleiben, heißt es.

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Denkmalgeschützte Deutschlandhalle geschlossen
Foto: Zentralbild
Die Deutschlandhalle wurde 1935 zu den Olympischen Spielen von Franz Orthmann und Fritz Wiemer für 10.000 Zuschauer als "größte Mehrzweckhalle der Welt" errichtet.

Die Deutschlandhalle soll saniert werden. Das fordert ein Bündnis von Berliner Denkmalschützern, Architekten, Politikern und Sportlern. Das baufällige Gebäude könne umgebaut und weiter genutzt werden, sagte die Geschäftsführerin des Vereins „Denk mal an Berlin“, Stefanie Peitzmeier. Ein Architektenwettbewerb solle klären, wie die 1935 errichtete Mehrzweckhalle kostengünstig saniert werden könne. Ein Abriss würde geschätzte 4,5 Millionen Euro kosten, sagte Peitzmeier. Der Senat hatte 2008 beschlossen, die denkmalgeschützte Deutschlandhalle abzureißen und eine neue Eissporthalle zu bauen.

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Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) und Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hatten den geplanten Abriss mit dem maroden Zustand und der geringen Nutzung der Halle gerechtfertigt. Eine Sprecherin von Senator Wolf erteilte den neuen Sanierungsvorschlägen eine Absage. Die Deutschlandhalle sei seit 2006 nur für den Eissport zugelassen und führe zu hohe Kosten an. Die Halle könne nicht adäquat genutzt werden und werde daher abgerissen.

In einer Pressemitteilung von „Denk mal an Berlin“ hieß es, die Messe Berlin GmbH habe alle Veranstaltungen außer dem Eissport sperren lassen und selbst die Erträge reduziert. Sie fordere den Senat als Hauptgesellschafter der Messe Berlin GmbH auf, das Denkmal Deutschlandhalle zu schützen. „Was für andere Denkmäler gilt, muss auch auf die Deutschlandhalle zutreffen“, sagte Peitzmeier. Senator Wolf war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

„Denk mal an Berlin“ wolle die Deutschlandhalle als ein „besonderes Denkmal“ kennzeichnen lassen, sagte Peitzmeier. Das Bündnis gebe es sei Januar. Ihm gehören auch die Berliner Architekten- und Baukammer, der Architekten- und Ingenieurverein, der Bezirk Charlottenburg und der Eishockeyverein ECC Preussen Juniors Berlin an.

Zuletzt hatte der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) mehr Transparenz und eine aussagefähige Kostenberechnung im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss der Deutschlandhalle und dem Neubau einer neuen Messehalle gefordert. "Aus ökonomischer Sicht müsste erst bewiesen werden, dass Abriss und Neubau für weniger Geld zu haben sind, als die Restaurierung und Umbau der Deutschlandhalle kosten würden", sagte AIV-Vorstandsmitglied Uwe Hameyer. Zudem solle die Messe Berlin GmbH ihren tatsächlichen Mehrbedarf an Messe- und Sondernutzungsflächen benennen.

Der Senat hatte Ende Mai beschlossen, das Internationale Congress Centrum (ICC) zu sanieren, die benachbarte Deutschlandhalle aber abreißen zu lassen. Die Eissportler, für die die Halle erst 2006 für viel Geld wieder saniert wurde, sollen aber Ersatz bekommen. Ein Standort für den elf Millionen Euro teuren Neubau ist dafür inzwischen gefunden: ein Parkplatz an der Glockenturmstraße, nahe dem Olympiastadion.dpa/sh

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