Potsdamer Platz

Boulevard der Stars - Siegerentwurf wird ausgestellt

Der Potsdamer Platz soll zur Filmmeile werden - auch mittels eines Boulevards der Stars. Wie in Hollywood sollen Sterne mit den Namen großer Stars in den Gehweg eingelassen werden. Wie der Boulevard ausschauen soll, können Berliner nun im Filmhaus sehen.

Die neue Touristenattraktion wird ohne Zweifel im kommenden Jahr der Boulevard der Stars auf dem Potsdamer Platz sein. Bereits im Sommer 2010 sollen die ersten Sterne leuchten, sagte Georgia Tornow, Geschäftsführerin der Boulevard der Stars GmbH. Das Projekt wird mit einer Million Euro aus Mitteln der EU gefördert.

Für die Gestaltung des Sternchen-Boulevards konnten sich die beiden Berliner Büros Graft und Art+Com mit einem gemeinsamen Entwurf gegen sechs Konkurrenten durchsetzen. Alle sieben Wettbewerbsbeiträge sind von Dienstag an bis zum 19. Juli im Filmhaus an der Potsdamer Straße 2 (Di.–So. 10 bis 18 Uhr, Do. bis 20 Uhr) zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das international bekannte Architektenbüro Graft ist ein guter Kenner der Materie. Das Büro wurde 1998 in Los Angeles gegründet – der Heimat des weltberühmten Walk of Fame. Außerdem arbeiten die Architekten immer wieder mit Hollywood-Star Brad Pitt zusammen. "Wir wollen die Filmwelt am Potsdamer Platz zum Leben erwecken", sagte Lars Krückeberg vom Büro Graft. Er sieht den Boulevard der Filmstars als Auftakt zu einem Grand Boulevard der Künste zwischen Potsdamer Platz und Nationalgalerie. So könnten vor der Staatsbibliothek Prominente aus dem Bereich Literatur, vor der Philharmonie bekannte Musiker und in Höhe der Nationalgalerie Künstler auf dem Boulevard geehrt werden.

Der Siegerentwurf schließt derzeit diskutierte Pläne, wieder eine Straßenbahn über den Potsdamer Platz fahren zu lassen, nicht aus. "Wir haben den Boulevard so gestaltet, dass sich eine Straßenbahn integrieren lässt", sagte Lars Krückeberg. Der Entwurf sei mit der Verkehrsplanung abgesprochen.

Inszeniert wird der Boulevard der Stars wie ein Premierendefilee. Grundlage ist ein roter Teppich aus gefärbtem Asphalt. Darauf werden die Sterne aus polierter Bronze eingelassen. Auf dem roten Teppich sind Kameras installiert, die mit verspiegeltem Glas den Star ins Blickfeld des Betrachters projizieren. So können sich Besucher sogar mit ihrem Idol fotografieren lassen. Im Dunkeln wird die Sternenwelt mit Scheinwerfern ins Rampenlicht gesetzt.

Zur Eröffnung im kommenden Sommer sollen die ersten 40 Stars auf dem Boulevard geehrt werden. "Eine Fachjury wird sie aus 80 Vorschlägen auswählen", sagt Georgia Tornow. Kandidaten wollte sie noch nicht preisgegeben.

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