Transgenialer CSD

Bushido bekommt Ärger bei Homosexuellen-Demo

In Kreuzberg ist es am Rande des "transgenialen CSD" zu einer Auseinandersetzung zwischen Teilnehmern der Veranstaltung und dem Berliner Rapper Bushido gekommen. Es kam zu Handgreiflichkeiten - dann griff die Polizei ein.

Am Rande des "transgenialen CSD" ist es am Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen Teilnehmern der Veranstaltung und dem Berliner Rapper Bushido gekommen. Auf der Strecke der Alternativveranstaltung zum Christopher Street Day, an der Skalitzer Straße in Kreuzberg, kam es zu einem Wortgefecht zwischen Demonstranten und dem Rapper. Nach Informationen von Morgenpost Online soll Bushido dort eine Frau wegen ihrer sexuellen Orientierung beleidigt haben. Daraufhin beschütteten die Demonstranten den Rapper mit einem Getränk.

Aus der Gruppe heraus, mit der Bushido sich dort aufhielt, sollen dann die Demonstranten angegriffen worden sein. Weiter sei eine Glasflasche geflogen. Die Polizei musste eingreifen. Bushido soll eine Anzeige wegen Beleidigung, Mitglieder seiner Entourage seine eine Anzeige wegen Nötigung erhalten haben.

Der Deutsch-Tunesier Bushido, bürgerlich Anis Mohammed Yussuf Ferchichi, gilt Kritikern unter anderem als Homosexuellenfeind. Als Nachweis wird dafür unter anderem Bushidos Album "Staatsfeind Nummer 1" von 2005 herangezogen. Dort sollte es in einem Songtext eigentlich heißen "Ihr Tunten werdet vergast" – was dann in "Ihr Tunten werdet verarscht" abgeändert wurde. In dem Bushido-Titel "Berlin" aus dem Jahr 2006 heißt es unter anderem: "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel."

2007 kam es zu einem Eklat bei einem Auftritt Bushidos bei einem Konzert am Brandenburger Tor – eine Veranstaltung, die sich gegen Gewalt an Schulen richtete. Vor dem Konzert hatten Homosexuellen-Vereinigungen zu einer Kundgebung aufgerufen, rund 50 Menschen demonstrierten gegen den Auftritt Bushidos. Der sagte dazu von der Bühne herab: "Die Wichser können demonstrieren, sich aufhängen - ich scheiß drauf" – und zeigte den Mittelfinger. Das wurde selbst dem Berliner Senat zu viel. Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) verurteile anschließend die Aktion des Rappers.

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