Preis für Neukölln

Berliner Verein für Zivilcourage ausgezeichnet

Fünf Bürger und Initiativen sind von der Bundesregierung für ihre herausragende Zivilcourage als „Botschafter für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet worden. Zu den jeweils mit 5000 Euro gewürdigten Preisträgern gehört unter anderem auch der Verein „Lichtjugend" aus Berlin-Neukölln.

Ausgezeichnet werden ein engagierter Sozialarbeiter aus Sachsen-Anhalt, ein Schweriner Pfarrer, ein Zeitzeuge aus Nürnberg, die Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" aus Brandenburg und der Verein "Lichtjugend" aus Berlin, teilte das vom Bundesinnen- und Bundesjustizministerium im Jahr 2000 gegründete "Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt" mit. Die Auszeichnungen werden immer am 23. Mai, dem Tag der Verkündung des Grundgesetzes, verliehen.

Der Berliner Verein "Lichtjugend" – eine Initiative junger muslimischer Akademiker aus dem Problemkiez Neukölln – wurde für sein Engagement bei der Integration junger Migranten ausgezeichnet. Die Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" erhielt den Preis für ihr beispielhaftes Engagement gegen den Rechtsextremismus. Der Sozialarbeiter Thomas von Glahn engagiert sich seit neun Jahren im Landkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt) für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Zudem wurde der Schweriner Gemeindepfarrer Heiko Lietz für sein "unbeugsames und unermüdliches Engagement für den Frieden und für die freie Meinungsäußerung in der DDR" gewürdigt. Der von den Nazis als Sinti verfolgte Franz Rosenbach aus Nürnberg wurde als mahnender Zeitzeuge gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten geehrt.

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