Prenzlauer Berg

Linke Randalierer nach Ausschreitungen festgenommen

Rund 2000 Linksradikale wollen parallel zu den Jubiläumsfeiern zum 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik durch Berlin ziehen – darunter viele Autonome. Der Protestzug führt auch durch die Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg. Dort kam es bereits in der Nacht zu Randalen bei einer Demonstration der Hausbesetzerszene.

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Fr, 22.05.2009, 20.15 Uhr

Linke kündigen Protest-Demo durch Mitte an

Video: TVB
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In Prenzlauer Berg sind in der Nacht zum Sonnabend nach einer Demonstration Randalierer vorübergehend festgenommen worden, wie ein Sprecher der Berliner Polizei mitteilte. Gegen 23 Uhr 30 zogen etwa 60 Demonstranten aus der Hausbesetzerszene in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg in Richtung Eberswalder Straße. Auf Transparenten äußerten sie sich gegen Mieten und Räumungen, skandierten Parolen und entzündeten Feuerwerkskörper.

Der Aufzug wuchs in der Danziger Straße Ecke Lychener Straße auf bis zu 150 Teilnehmer an. Ein ziviles Polizeifahrzeug wurde angegriffen und mehrere Scheiben eingeschlagen. Die drei Beamten in dem Fahrzeug blieben unverletzt. Alarmierte Polizisten konnten die Lage beruhigen und 21 Personen überprüfen. Es wurden Strafermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs eingeleitet und ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung vollstreckt.

Durch die Eberswalder Straße soll auch am späten Nachmittag die sogenannte anti-nationale Parade führen. Während am Brandenburger Tor der 60. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland gefeiert wird, wollen ein paar hundert Meter weiter Linksradikale demonstrieren. Der Demonstrationszug richtet sich ausdrücklich gegen den Staat und den 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik. Das Motto lautet: "Etwas besseres als die Nation - gegen Herrschaft der falschen Freiheit".

Gegen 18.00 Uhr soll die Demonstration am Rosa-Luxemburg- Platz starten und dann durch Mitte nach Prenzlauer Berg ziehen. Die Polizei geht nicht davon aus, dass es wie vor drei Wochen am 1. Mai zu Krawallen kommt. Trotzdem sollen rund 1000 Polizisten die Demonstration begleiten. Die Polizei rechnet mit 1000 Teilnehmern, die Veranstalter der Demonstration mit 2000 Demonstranten. mb/apä

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