Gewalt in Bus und Bahn

Aggressionen gegen Busfahrer nehmen kein Ende

Foto: ddp / DDP

Wieder sind in Berlin Busfahrer von Fahrgästen attackiert geworden. Damit setzt sich eine Tendenz fort, die BVG und Polizei beunruhigt. Erst Ende Oktober war eine Initiative ins Leben gerufen worden, bei der Jugendliche gemeinsam mit Polizeibeamten für Ordnung in Bussen sorgen wollten.

Erneut sind in Berlin Busfahrer während der Fahrt von Unbekannten attackiert worden. In Spandau wurde ein 35- jähriger Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Nacht zu Sonntag verletzt, als er eine ungültige Fahrkarte beanstandete, wie die Polizei mitteilte. Bereits am Freitagabend war eine 53-jährige Busfahrerin in Neukölln mit Laserpointern geblendet worden.

Der 32-jährige Fahrer der Linie M 32 hielt am Sonntagmorgen gegen 4.00 Uhr an der Haltestelle Brunsbütteler Damm, als ein Fahrgast einstieg und einen ungültigen Fahrschein vorzeigte. Beide stritten sich, bis der Unbekannte dem Busfahrer mit der Faust ins Gesicht schlug und anschließend flüchtete.

In Neukölln wiederum konnte die Busfahrerin trotz der Sehprobleme durch den Laserpointer den Bus an der Haltestelle Schulenburgpark stoppen. Anschließend verlangten die Jugendlichen das Öffnen der Türen und traten und spuckten gegen die Scheiben. Schließlich rief die Attackierte per Funk Hilfe, woraufhin die Angreifer abließen und verschwanden. Die rund 20 Fahrgäste verließen anschließend den Bus. Nur einer stellte sich als Zeuge zur Verfügung. Die Frau erlitt einen Schock und musste ihren Dienst beenden.

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