BVG

So sieht Berlins neue Straßenbahn aus

Mehr Platz, einfacher Einstieg und angenehmeres Klima: Berlin bekommt neue Straßenbahnzüge. Im frühen Herbst sollen die ersten "Flexity"-Bahnen durch die Hauptstadt rollen. Allerdings erst testweise. 2011 sollen sie die alten Tatra-Bahnen aus DDR-Zeiten komplett ersetzen.

Foto: Ph. Giraud / Bombardier

Die neue Straßenbahn für Berlin nimmt Gestalt an. Sie ist vor allem breiter, länger und runder als die alten Züge. Spätestens ab Oktober sollen die ersten Vorserienzüge der Niederflurbahn den Testbetrieb aufnehmen. Das feierliche "Roll-out" des Typs "Flexity Berlin" aus dem Bombardier-Werk in Bautzen soll am 20. September unmittelbar vor der Fachmesse Innotrans in Berlin stattfinden.

Die neue Tram soll die veralteten Tatra-Bahnen ersetzen. Die Bahn ist bis zu 40 Meter lang, bisher messen die modernsten Züge 27 Meter. Außerdem ist sie 20 Zentimeter breiter als die alten Straßenbahnen. Der Vorteil: Sie bieten Platz für mehr Passagiere und sind durch breite Doppeltüren und ebene Einstiege besonders leicht zugänglich. Großzügige Multifunktionsbereiche bieten ausreichend Platz für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder. Für angenehme Temperaturen sorgt eine Klimaanlage im Fahrer- und Passagierbereich. Vom Design soll die Bahn nach Angaben von Bombardier an den für Berlin typischen Bauhausstil erinnern.

Eingesetzt werden soll die Neue vor allem auf den stark frequentierten Linien M2, M4, M5 und M10. Sollte der Testlauf der vier Bahnen erfolgreich sein, dann ist für 2011 eine Auslieferung von 206 weiteren Fahrzeugen vorgesehen. Von den alten Tatra-Bahnen aus DDR-Zeiten sind derzeit noch mehr als 200 Züge bei der BVG im Einsatz.

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