Interview

Morgenpost Online im Gespräch mit Frank L.

Seit seiner spektakulären Aktion am Sonnabend beherrscht Frank L. die Schlagzeilen. Einen Tag danach sprach Morgenpost Online mit dem Mann, der der Hitler-Figur den Kopf abriss über seine Motive für die Tat, die Planung seine plötzliche Berühmtheit.

Morgenpost Online: Wie fühlt man sich als plötzliche Berühmtheit?

Frank L.: Weiß ich selbst nicht so genau. Gestern hätte ich gesagt, ich fühl mich gut. Aber heute tut es mir ehrlich gesagt schon wieder leid, was ich da getan habe.

Morgenpost Online: Wie sind sie überhaupt auf die Idee gekommen?

L.: Ich saß am Freitagabend mit Freunden in einer Kneipe. Wir haben über die Ausstellung und die Hitlerfigur gesprochen und darüber, dass so was gar nicht geht. Ich habe dann gesagt, ich werde etwas dagegen tun. Meine Freunde meinten, ich würde mich ja doch nicht trauen. So ist eine Wette entstanden?

Morgenpost Online: Worum ging es bei der Wette?

L.: Es ging jedenfalls nicht um Geld, sondern nur um den Ruhm. Und den hatte ich dann ja auch, jedenfalls für kurze Zeit.

Morgenpost Online: Wie ging es nach der Wette weiter?

L.: Ich bin nach dem Treffen mit meinen Freunden noch in eine weitere Kneipe gegangen und dann morgens um vier Uhr in die Innenstadt gefahren. Unter den Linden bin ich stundenlang spazieren gegangen und habe mir überlegt, was ich mache, wenn ich in der Ausstellung bin. Da hatte ich dann die Idee, der Figur den Kopf abzureißen. Um 9 Uhr war ich vor der Ausstellung und habe darauf gewartet, dass ich rein kann. Während des Wartens habe ich schon Angst gekriegt, dann aber beschlossen, ich ziehe das Ding jetzt durch.

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