Der Artikel wurde erfolgreich verschickt!
Ein Fehler ist aufgetreten. Der Artikel konnte nicht verschickt werden!
Leser-Wahl
Frank Zander ist Berliner des Jahres 2008
Mittwoch, 31. Dezember 2008 15:01 - Von Regina Köhler und Mathias StengelTausende Leser von Morgenpost Online und der Berliner Morgenpost haben entschieden: Der Entertainer Frank Zander ist Berliner des Jahres 2008 - vor allem wegen seines Engagements für die Obdachlosen der Hauptstadt. Sie hatten einen anderen Favoriten? Hier erfahren Sie, auf welchem Platz er oder sie gelandet ist.
| Zurück | Bild 1 von 50 | Weiter |
Foto: picture alliance
So wurde im vergangenen Jahr abgestimmt. Berliner des Jahres 2008 wurde Frank Zander - Wenn Entertainer Frank Zander (66) alle Jahre wieder die Ärmsten der Stadt ins Hotel Estrel nach Neukölln lädt und ihnen ein Festtagsmahl aus Gänsekeule, Rotkohl und Kartoffeln serviert, kommen ganze Familien Bedürftiger. Seit 1995 organisiert der volkstümliche Barde das Essen für bis zu 2500 Obdachlose, das am 22. Dezember zum 11.Mal im Estrel stattfand. Insgesamt gab es das Fest mit Live-Musik bereits zum 14.Mal. Dabei wurden auch Sachspenden wie etwa warme Bekleidung, Schlafsäcke und Getränke verteilt. Berlin, sagt Zander, sei doch nicht nur Glamour, Roter Teppich und Hertha BSC, sondern habe auch eine Schattenseite, auf der die sozialen Verlierer leben. "Es hat ja auch etwas Christliches, zu Weihnachten an die Armen zu denken." (pag)
| Zurück | Bild 2 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 2: Bushido - Irgendwann im Lauf des Jahres wurde Anis Mohamed Ferchichi (30), den man bisher nur als Skandal-Rapper Bushido kannte, gesellschaftsfähig. Der bis dahin bereits bei bloßer Erwähnung seines Namens für Aufregung sorgte, hatte nämlich – nachdem er bereits bei der „Echo“-Musikpreis-Verleihung als bester deutsche HipHop-Act und bester Live-Act gefeiert wurde, seine Biografie veröffentlicht und wurde als Fachmann in Jugendfragen durch sämtliche Talkshows gereicht. Das Buch stand auf Platz eins der Bestseller im „Spiegel“. In der O* Arena gab er im Oktober ein Konzert für seine Fans, rappte auf seiner CD „Heavy Metal Payback“ mit Schlagersänger Karel Gott. 2009 will Constantin-Film das Leben des Erfolgs-Rappers verfilmen. (pem)
| Zurück | Bild 3 von 50 | Weiter |
Foto: dpa-Zentralbild
Platz 3: Heinz Buschkowsky - Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (60) hat seine Position als gewichtige Figur in der bundesdeutschen Integrationsdebatte deutlich ausgebaut. Besuche in Holland und Frankreich haben ihm vor Augen geführt, dass es möglich ist, mit mehr Härte und Verbindlichkeit integrationsunwillige Einwanderer anzusprechen. Dass er dabei viele in seiner Partei zur Weißglut treibt, spricht nicht gegen den bekanntesten Kommunalpolitiker Deutschlands. Dass die Berliner SPD ernsthaft über Sanktionen gegen notorische Schulverweigerer und die Migrantenfamilien mit jugendlichen Rowdys nachdenkt, darf er sich auf die Fahnen schreiben. Gleichzeitig kämpft er in Neukölln mit Geld und Projekten für ein friedliches Zusammenleben. (jof)
| Zurück | Bild 4 von 50 | Weiter |
Foto: dpa Zentralbild
Platz 4: Bernd Siggelkow - Pfarrer Bernd Siggelkow (44), der Vater der Hellersdorfer „Arche“, ist als häufiger Gast von TV-Talkshows in ganz Deutschland bekannt. Das christliche Kinder- und Jugendwerk für Mädchen und Jungen aus sozial benachteiligten Familien war von ihm 1995 gegründet worden. Selbst Vater von sechs Kindern holte er hungrige Kinder von der Straße in sein Wohnzimmer. Später wurde ihm eine ehemalige Schule zugewiesen. Mittlerweile erhalten dort täglich bis zu 600 Kinder kostenloses Mittagessen, können Freizeitangebote und Hausaufgabenhilfe nutzen. Die „Arche“ finanziert sich über Spenden. Allein eine Million Euro jährlich braucht die Hellersdorfer Arche. Weitere Archen wurden in Friedrichshain, Hamburg, München und Potsdam gegründet. (rg)
| Zurück | Bild 5 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 5: Mario Barth - Was andere eher in intimen Clubs oder Theatersälen an ihr Publikum bringen, treibt der Comedian in der tosenden Rockarena auf die Spitze mit pointenlosen Erzählungen über das ewige Hin und Her zwischen den Geschlechtern. 2008 war das Jahr des gebürtigen Mariendorfers. Zum vierten Mal in Folge wurde der 36-Jährige mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet. Am 12. Juli trat er vor 70000 Fans im Berliner Olympiastadion auf. Das Phänomenale: als im Herbst 2007 bekannt wurde, dass Mario Barth auftritt, waren die Tickets innerhalb weniger Wochen im Voraus ausverkauft. Für diese weltweit größte Comedy-Show erhielt Barth einen Eintrag im Guinness-Buch. Im März 2009 kommt mit „Männersache“ sein erster Spielfilm in die Kinos. (pem)
| Zurück | Bild 6 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 6: Britta Steffen - Die Schwimmerin Britta Steffen (25), die bei den Olympischen Spielen in Peking zweimal Gold gewonnen hatte, wurde kurz vor Weihnachten zu Deutschlands „Sportlerin des Jahres“ gewählt. Im August hatte sie mit ihrem Sieg über 100 Meter Freistil für die erste deutsche Schwimm-Goldmedaille seit 16 Jahren gesorgt und gewann anschließend auch noch über 50 Meter Kraul. „Ich habe es mir und allen anderen bewiesen“, sagte Steffen. Dem Marathon durch die Talkshows entfloh sie nach Mexiko in den Urlaub mit ihrem Freund Oliver Wenzel. Steffen setzt ihre Karriere bis zu den Spielen 2012 in London fort, wo sie über 50 und 100 Meter Freistil starten will. Ihr großes Ziel im kommenden Jahr: ein Titel bei der WM 2009 in Rom. (BM)
| Zurück | Bild 7 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 7: Jenny De la Torre - Seit dem ersten Jahr der Wahl zum „Berliner des Jahres“ belegte die Obdachlosen-Ärztin Jenny De la Torre (54) immer Spitzenplätze. Nach ihrem zweiten Platz 2005 wurde sie 2006 „Berlinerin des Jahres“. Auch in diesem Jahr fand ihr unermüdliches Engagement erneut hohe Wertschätzung. Bereits seit 1994 behandelt Jenny De la Torre kostenlos obdachlose und arme Menschen ohne Krankenversicherung. 2006 eröffnete sie ihr Gesundheitszentrum für Obdachlose in Mitte. 2007 gab es dort bereits 2400 Arztbesuche, in diesem Jahr rechnet De la Torre mit mehr als 3000 Konsultationen. „Im Winter ist die Situation der Obdachlosen besonders kompliziert, viele sind häufiger krank“, sagte Jenny De la Torre. (kö/mas)
| Zurück | Bild 8 von 50 | Weiter |
Foto: Konrad Jahr
Platz 8: Wilhelm von Boddien - „Der 28. November, der Tag der Entscheidung für Stellas Entwurf, war ein Tag der Freude“, sagt Wilhelm von Boddien (66). Der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Stadtschloss kämpft seit 1992 um dessen Wiederaufbau. Weil der Bau des Humboldt-Forums nach den Plänen von Franco Stella teurer zu werden droht, bietet der Förderverein an, die Differenz zu übernehmen. Die vom Bundestag festgesetzte Obergrenze von 552 Millionen Euro enthält 80 Millionen Euro, die der Verein über Spenden beisteuern will. Laut von Boddien liegt der Spendenstand bei mehr als 17 Millionen Euro. „Wenn wir 80 Millionen schaffen, schaffen wir auch 85 Millionen“, so von Boddien. (ij)
| Zurück | Bild 9 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 9: Dr. Gero Hütter - Die Medien haben ihn zum „Super-Forscher“ und „Aids-Held“ getauft. In der Tat ist dem Charité-Mediziner eine Medizin-Sensation gelungen. Er befreite einen Patienten vom Aids-Virus. Der heute 42 Jahre alte Amerikaner hatte Leukämie und war vor mehr als zehn Jahren am HI-Virus erkrankt. Zur Bekämpfung der Leukämie und des HI-Virus suchte Dr. Gero Hütter (39) für seinen Patienten nach einem Knochenmarkspender, dem eine bestimmte Genmutation von beiden Eltern vererbt wurde. Er fand den Spender und der Patient bekam das Knochenmark übertragen, das den Krebs und den HI-Virus ebenfalls besiegte. Auch 20 Monate nach der Transplantation ist die HIV-Infektion nicht mehr aufgetaucht. (tak)
| Zurück | Bild 10 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 10: Sabine Werth - Die Gründerin und Vorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth (51), importierte die Idee für das Projekt 1993 aus New York. Seit 15 Jahren versorgt der Verein Berliner mit gespendeten Lebensmitteln, die etwa 300 Firmen zur Verfügung stellen. Ausgabe und Verteilung übernehmen 600 ehrenamtliche Mitarbeiter. Während soziale Einrichtungen und Schulen beliefert werden, gibt es seit 2005 inzwischen 45 Ausgabestellen in Berlin, an denen sich Menschen selbst mit Lebensmitteln eindecken können. Die aktuelle Bilanz der Tafel: 550 Tonnen Lebensmittel werden pro Monat verteilt. In Berlin leben etwa eine halbe Million bedürftige Menschen, 125000 von ihnen versorgt die Tafel mit zusätzlichen Lebensmitteln. (alx)
| Zurück | Bild 11 von 50 | Weiter |
Foto: IMAGO
Platz 11: Kirsten Heisig - Irgendwann hat es Kirsten Heisig (46) gereicht. Die Jugendrichterin hatte genug davon, im Landgericht zu sitzen und die immer gleichen Fälle mit den Mitteln des Strafrechtes mehr schlecht als recht zu reparieren. Sie gilt seitdem als Initiatorin des Neuköllner Modells. Wichtig sei die kieznahe Verfolgung und Vernetzung aller beteiligten Ämter und Personen, um kriminelle Karrieren früh zu erkennen und zu bekämpfen. Seit Anfang 2008 setzt sie das Modell mit anderen Jugendrichtern um. Heisig: „Eltern gewalttätiger Kinder gleich welcher Nation müssen sich bewusst sein, dass sie sich der Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder und für ihre Bildungschancen nicht entziehen können.“ (ker)
| Zurück | Bild 12 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 12: Eckart von Hirschhausen - Er ist der Glücksbringer unter den deutschen Kabarettisten, ein kompetenter Ratgeber in allen gesundheitlichen Fragen. Der 41-jährige Arzt, Zauberer und Komödiant Eckart von Hirschhausen begann seine Bühnenkarriere Mitte der 90er-Jahre auf den Kleinkunstbühnen Berlins, unter anderem im Wintergarten. Für seine Programme „Filetspitzen“ (2001), „Sprechstunde“ (2002) und „Glücksbringer“ (2005), mit dem er noch bis Frühjahr 2009 auf Tournee ist, erhielt er mehrere Preise. 2008 war sein Jahr. Mit seinem Buch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ landete er einen Bestseller, 125000 Euro aus dem Erlös spendete er an „Ein Herz für Kinder“. Im Februar erscheint sein neues Buch „Glück“. (pem)
| Zurück | Bild 13 von 50 | Weiter |
Foto: DDP
Platz 13: Seyran Ates - Für ihren vehementen Einsatz für die Rechte islamischer Frauen wurde die Anwältin und Frauenrechtlerin mit türkisch-kurdischer Abstammung, Seyran Ates (45), Anfang Oktober vom Regierenden Bürgermeister mit dem Verdienstkreuz des Landes Berlin geehrt. Engagiert kämpft sie gegen Zwangsehen, Ehrenmorde und Gewalt in türkischen Familien und wird deshalb auch bedroht. An der Integration interessiert sie besonders, welche Hemmnisse und Herausforderungen damit verbunden sind. Ihre Vorschläge fasste sie im Buch „Der Multikulti-Irrtum – wie wir in Deutschland besser zusammenleben können“ zusammen. Sie erhielt 2008 den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit. (BM)
| Zurück | Bild 14 von 50 | Weiter |
Foto: DDP
Platz 14: Kurt Krömer - Seine Berliner Schnauze ist berüchtigt, sein Erfolg phänomenal: Das Jahr fing gut an für Kurt Krömer (34). Der vielfach ausgezeichnete Kiez-Komödiant wurde zum fünften Mal für den Grimme-Preis nominiert; für seine RBB-Sendung „Krömer – Die internationale Show“. Neben seiner irrwitzigen Talkshow überraschte der Chaos-Komiker als Schauspieler. Bis Juni konnte man ihn in der Schaubühne als schmierigen Theaterleiter in Gordon Millers Komödie „Room Service“ erleben. Krömer ist einer der komischsten, weil subversivsten Comedystars Deutschlands – und hat seinen Heimatbezirk Neukölln durch Shows, auf Tournee und im Fernsehen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. (pem)
| Zurück | Bild 15 von 50 | Weiter |
Foto: dpa Zentralbild
Platz 15: Sonja Frühsammer - „Mir muss Spaß machen, was ich tue“ – mit dieser Einstellung ist Sonja Frühsammer (39) weit gekommen. Die Spitzen-Köchin konnte in diesem Jahr in eine Männerdomäne vordringen und wurde von einer Jury von Berlin Partner zur „Aufsteigerin des Jahres“ bei den Berliner Meisterköchen gekürt. Nach Jahren als Jungköchin im Gourmetrestaurant „Alt Luxemburg“ und der Geburt ihrer beiden Kinder baute sie ab 1998 mit ihrem jetzigen Ehemann Peter Frühsammer das Cateringunternehmen und spätere Restaurant „Servino“ auf, das seit 2007 „Frühsammers Restaurant“ heißt. Dort steht Sonja Frühsammer am Herd und konnte mit ihrer Kochkunst in diesem Jahr 15 Gault-Millau-Punkte ergattern. (BM)
| Zurück | Bild 16 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 16: Angela Merkel - Die Bundeskanzlerin musste sich in diesem Jahr mehrfach als Krisenmanagerin bewähren. Mit dem 2.Konjunkturpaket über fast 40 Milliarden Euro will man nun der Wirtschafts- und Finanzkrise trotzen. Merkel versuchte dabei die Interessen des Bundes und der Ländern auszutarieren – ein Wechselspiel, das ihr zum Teil auch heftige Kritik einbrachte. Zuvor hatte sie innerparteiliche Tendenzen zum Erliegen gebracht, die Menschen bei der Einkommensteuer schon 2009 zu entlasten. Als CDU-Vorsitzende war die 54-Jährige 2008 zum vierten Mal wiedergewählt worden – mit 94,83 Prozent erzielte sie ihr Top-Ergebnis. So entwickelte sich dieses Jahr zu einem besonderen, in dem sie auch zum Ehrenmitglied von Energie Cottbus gekürt wurde. (sz)
| Zurück | Bild 17 von 50 | Weiter |
Foto: DPA
Platz 17: Frank Henkel - Das hätte sich der Berliner CDU-Generalsekretär Anfang 2008 nicht träumen lassen: Im Laufe des Jahres avancierte Henkel zum Alleinherrscher der Hauptstadt-Union. Nach der Abwahl von Friedbert Pflüger stieg er im September zum Fraktionsvorsitzenden auf und zwei Monate später auch noch zum Landeschef seiner Partei. Seit 17 Jahren sind diese beiden Funktionen nun erstmals wieder in einer Hand. Sein Spruch, er arbeite „im Weinberg der Partei“ ist nicht hohle Phrase, sondern Tatsache. Frank Henkel (45) ist ein Polit-Workaholic, der seine Arbeitszeit zuletzt auf 14 bis 15 Stunden täglich steigerte. Der Multifunktionär hat die CDU in Umfragen inzwischen immerhin wieder auf 24 Prozent Akzeptanz in der Wählergunst gebracht. (sz)
| Zurück | Bild 18 von 50 | Weiter |
Foto: DDP
Platz 18: Lucien Favre - Bei anderen würde so etwas schon wieder nach Übermut klingen, wie er lange typisch war für Hertha BSC. 2010 will Lucien Favre (51), seit 1. Juli 2007 Coach des Fußball-Bundesligisten, „um den Titel mitspielen“. Der Trainer wiederholt diese Absicht regelmäßig, ohne dabei überheblich zu klingen. Denn Favre hat einen Plan. 2008 ist der perfekt aufgegangen. Anfang des Jahres steckte Hertha noch in Abstiegsgefahr. Doch mit der Besonnenheit eines Schweizers vertrieb Favre alle Sorgen und führte sein Team mit 33 Punkten zur besten Hinrundenbilanz der Klubgeschichte. „Der Trainer hat eine klare Handschrift“, lobt Manager Dieter Hoeneß. „Er macht einzelne Spieler stärker und hat den Charakter der Mannschaft positiv verändert.“ (BM)
| Zurück | Bild 19 von 50 | Weiter |
Foto: ddp
Platz 19: Klaus Wowereit - Berlins Regierender Bürgermeister hat es in die politische Bundesliga geschafft. Die Debatte um Rot-Rot im Bund und in Ländern wie Hessen ließ das bundesweite Interesse am Frontmann dieser Machtkonstellation steigen. Gleichzeitig durfte sich Klaus Wowereit (55) für seine SPD als Gegenspieler der Kanzlerin profilieren. Er gab die wahre Opposition, als die Spitzen der Koalition in Kabinettsdisziplin gezwängt oder von internen Machtkämpfen gebremst den Konflikt mit Merkel vermied. Auch daheim gab sich Wowereit entscheidungsstark, aber auch lernfähig: den Flughafen Tempelhof machte er gegen alle Widerstände dicht, dafür predigt der langjährige Verfechter der Dienstleistungsmetropole jetzt die Re-Industrialisierung Berlins. (jof)
| Zurück | Bild 20 von 50 | Weiter |
Foto: dpa Zentralbild
Platz 20: Hanns Peter Nerger - Er hat einen Top-Job gemacht: Nach 15 Jahren als Berlins oberster Tourismus-Manager endet für Hanns Peter Nerger (61) heute seine Arbeit als Geschäftsführer der Berlin Tourismus GmbH mit einer fabelhaften Bilanz. Die Zahl der Berliner Hotelbetten stiegen seit 1993 von 40000 auf 90000. Gab es im Jahr seines Amtsantritts lediglich 7,3 Millionen Übernachtungen in Berlin, so sind es im Jahr seines Ausscheidens gut 10 Millionen mehr. Wohl auch mit sein Verdienst ist es, dass die Politik den Tourismus als nunmehr wichtigsten Wirtschaftszweig mit einem Bruttoumsatz von gegenwärtig 8,4 Milliarden Euro (1993: 3,4 Mrd. Euro) und mehr als einer Viertelmillion Vollzeitarbeitsplätzen akzeptiert. (BM)
| Zurück | Bild 21 von 50 | Weiter |
Foto: dpa-Zentralbild
Platz 21: Jürgen Schulz - Die von Jürgen Schulz 1996 gegründete Björn Schulz Stiftung bietet Hilfe für schwerst- und unheilbar kranke Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien an. 1983 gründeten Eltern in Berlin den Verein „Kinderhilfe – Hilfe für leukämie- und tumorkranke Kinder e.V.“, aus dem die Stiftung hervorging. Jürgen Schulz, der Vater der Berliner Kinderhospiz-Idee, engagiert sich seit mehr als zwanzig Jahren für Familien mit schwerst- und unheilbar kranken Kindern. Die Stiftung fördert, errichtet und betreibt bundesweit Beratungseinrichtungen, Gesprächskreise und Selbsthilfeeinrichtungen, Nachsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Spezialkliniken, Tageskliniken und Ambulanzen. (dol)
| Zurück | Bild 22 von 50 | Weiter |
Foto: M. Lengemann
Platz 22: Andreas Boehlke - Lichtdesigner Andreas Boehlke (42) bringt Berlin zum Leuchten. Der Chef des Reinickendorfer Familienbetriebs hat zur Weihnachtszeit mit seinen Technikern rund 250 Kilometer Kabel verlegt und Millionen Lichter installiert, mit denen die Hauptstadt festlich geschmückt wurde – ob als Lichtershow am Fernsehturm, der Lichtzauber auf der Zitadelle oder die Einkaufsstraßen, die prachtvoll leuchten. Boehlke engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand der City Stiftung Berlin, die den Berlinern und ihren Besuchern jedes Jahr im Oktober das Festival of Lights beschert, zu dem er mit einem Feuerwerk an Illuminationen und Events die Stadt zwei Wochen lang in eine Glitzermetropole verwandelt. (bsm)
| Zurück | Bild 23 von 50 | Weiter |
Foto: Infografik Berliner Morgenpost ONLINE
Platz 23: Roksana (leider kein Bild) - Es war das Baby-Wunder von Berlin. Am 18. Oktober brachte Roksana (24) im Virchow-Klinikum der Charité vier gesunde Mädchen (Rana, Esma, Zeynep und Zyra) und zwei Jungs (Adem und Ahmed) zur Welt – die erste Sechslingsgeburt seit 20 Jahren in Deutschland! Alle Kinder sind wohlauf und können voraussichtlich Anfang 2009 nach Hause entlassen werden. Erstmals und exklusiv wurden die Mutter und ihr „Six-Pack“ Anfang Dezember bei der BILD-Gala „Ein Herz für Kinder“ präsentiert. Mit den Sechslingen haben die Eltern Roksana und Hikmet (35) zusammen mit Tochter Meryem (4) nun 7 Kinder. Für die Großfamilie steht dieser Tage der Umzug in eine größere Wohnung bevor. (BM)
| Zurück | Bild 24 von 50 | Weiter |
Foto: dpa Zentralbild
Platz 24: Nora Tschirner - Für ihre Fans ist sie mit 27 Jahren immer noch die „Berliner Göre“, die einen Film nach dem anderen dreht. Das liegt wohl daran, dass sie so etwas wie die Madonna der Wiedervereinigungs-Jugend ist. Nora, das Zonen-Girlie aus Pankow, die MTV-Lady mit Grips, zeigt, dass die Ost-West-Gegensätze in ihrer globalisierten Generation überwunden sind. Sie kann eigentlich alles sein, sehr still, melancholisch, aber auch extrovertiert, lässig und unbekümmert. Bekannt wurde sie durch ihre Hauptrolle in der ARD-Serie „Sternenfänger“. 2003 war sie mit Matthias Schweighöfer in „Soloalbum“ zu sehen, unlängst in Till Schweigers „Keinohrhasen“. 2009 schwingt sie in der Komödie „Bon Appetit“ kochend den Löffel. (GW)
| Zurück | Bild 25 von 50 | Weiter |
Foto: Zentralbild
Platz 25: Eva Herlitz - Die weltberühmten Buddybären aus Berlin setzten auch 2008 ihre Tournee um den Globus fort. Eva Herlitz (56) ist gemeinsam mit ihrem Mann Klaus Gründerin der „United Buddy Bears“. Im sechsten Jahr ihrer Reise für Toleranz und Völkerverständigung waren die von internationalen Künstlern gestalteten Bärenfiguren unter anderem in Warschau, Stuttgart und Pjöngjang zu sehen. Nach der Premiere der Ausstellung 2002 in Berlin gingen die Buddy-Bären auf Welttournee, bei der sie bislang etwa 20 Millionen Menschen begeisterten. Teile der Erlöse der Präsentationen werden Berliner Kindereinrichtungen und Unicef gespendet, mehr als 1,5 Millionen Euro allein gingen bislang an „Kinder in Not“. (BM)
| Zurück | Bild 26 von 50 | Weiter |
Foto: DPA
Platz 26: Lena Schöneborn - Sie hätte es sich einfach machen können. Doch das war noch nie die Art der Lena Schöneborn. Dass die Olympiasiegerin von Peking eher die Herausforderung sucht, zeigt sich schon in ihrer Passion, dem Modernen Fünfkampf. Sie hat der Kombination aus Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Laufen nach Jahrzehnten des Schattendaseins wieder ein Gesicht gegeben. Die 22-Jährige hat bei Olympia einen couragierter Wettkampf gezeigt und überzeugte anschließend mit Charme und Intelligenz. Der 2. Platz bei der Wahl zum „Berliner Sportler des Jahres“ und der 4.Platz beim bundesweiten Entscheid zum Sportler des Jahres sind ein Beleg für ihre Beliebtheit und die Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Leistung. (BM)
| Zurück | Bild 27 von 50 | Weiter |
Foto: AFP
Platz 27: Sir Simon Rattle - Sir Simon Rattle (53), graulockiger Chefdirigent aus Liverpool, führt die Berliner Philharmoniker von einem Höhepunkt zum nächsten. In den 80-ern galt Rattle als Shootingstar des Klassikbetriebs, wobei ihm auch der Nimbus des etwas scheuen Musikers anhaftet. 2002 trat er die Nachfolge von Claudio Abbado an. Längst ist er in Berlin angekommen, nicht zuletzt auch durch die Initialzündung, die sein verfilmtes und mehrfach ausgezeichnetes Jugendprojekt „Rhythm Is It!“ ausgelöst hat. Für Sir Simon scheint nichts unmöglich zu sein: Nach dem großen Dachbrand der Philharmonie im Mai zog der Dirigent mit seinen Musikern kurzerhand in den Hangar 2 im Flughafen Tempelhof. Nach Korea und Japan führte ihn der neue „Trip to Asia“ im November. (vbl)
| Zurück | Bild 28 von 50 | Weiter |
Foto: DDP
Platz 28: Daniel Barenboim - Daniel Barenboim (66) ist einer der wenigen Weltstars in Berlin und als Stardirigent schier unermüdlich. Nach fast 60 Jahren Karriere gab er kürzlich sein Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera. Auf dem Programm stand Wagners Oper „Tristan und Isolde“ – auch mit Berliner Sängern. Sein erstes New Yorker Konzert hatte er 1957 als Pianist in der Carnegie Hall gegeben. Barenboim, der sich mit politischer Leidenschaft für Frieden im Nahen Osten engagiert, ist ein Glücksfall für die Musikstadt Berlin. In seiner Amtszeit als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden hat er für viele künstlerische Glücksstunden gesorgt und mit seiner starken Persönlichkeit manche Krise vom Opernhaus abgewendet. (vbl)
| Zurück | Bild 29 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 29: Willy Weiland - Willy Weiland (61) ist der Grandseigneur der Berliner Hotellerie. Wie kein anderer setzt sich der langjährige General Manager des Luxus-Hotels InterContinental an der Budapester Straße als ehrenamtlicher Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes uneigennützig für die Belange seiner Verbandsmitglieder ein. Die Illustrierte „Vanity Fair“ kürte Weiland zum „Hotelmanager des Jahres“, weil er „trotz starker Konkurrenz sein Hotel zur bevorzugten Herberge für Staatsgäste gemacht“ hat. Für die unermüdliche Förderung des Ansehens der hauptstädtischen Hotellerie- und Gastronomie sowie des boomenden Berlin-Tourismus wurde Willy Weiland von Berlin Partner im Herbst zum „Gastro-Innovator 2008“ gewählt. (BM)
| Zurück | Bild 30 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 30: Matthias Brandt - Dass er der jüngste Spross des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Bundeskanzlers Willy Brandt war, darüber hat er nie große Worte gemacht. Im Gegensatz zum Vater pflegt er das Introvertierte, die leisen Töne, den zurückhaltenden Auftritt. Vielleicht wurde der leidenschaftliche Theaterschauspieler auch deshalb relativ spät fürs Fernsehen entdeckt. 2003 spielte er in „Im Schatten der Macht“ ausgerechnet die Rolle des Spitzels Günter Guillaume. 2005 machte er Furore, als er im Film „In Sachen Kaminski“ einen Vater spielte, der minderbemittelt, aber einfühlsam und behutsam mit seinem Kind umgeht. Brandt (47) gehört zu jenen Mimen, die fragile Seelen aufblättern können und deren Gesicht ein ganzes, abgründiges. (GW)
| Zurück | Bild 31 von 50 | Weiter |
Foto: picture alliance
Platz 31: Thomas Quasthoff - Er verstehe sich nicht nur als Lied- und Opernsänger, sagte Thomas Quasthoff (49) kürzlich im Interview, sondern auch als Entertainer. Tatsächlich gehört der gebürtige Hildesheimer zu den Sängern, die ihr Herz auf der Zunge tragen und regelmäßig Politiker, Kulturmacher und Missstände schelten. Der Bassbariton ist voller künstlerischer Wahrheit und authentisch. So hat ihn wohl das Leben als Contergan-Opfer geprägt. Quasthoff unterrichtet als Professor an der Musikhochschule „Hanns Eisler“. Der mehrfache Grammy-Preisträger ist einer der prominentesten Konzertsänger, einer, der auch dem Jazz zugeneigt ist. Er ist immer bereit, seine Stimme einem guten Zweck zu leihen, wie am 9. November beim Konzert im Flughafen Tempelhof. (vbl)
| Zurück | Bild 32 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 32: Annette Humpe - Einst war Annette Humpe (58) die wilde Galionsfigur der Neuen Deutschen Welle. Heute ist sie Liedschreiberin und erfolgreiche Produzentin (Rio Reiser, Nena), die sich gerne im Hintergrund hält und vom Buddhismus schwärmt. Dann sagt sie Sätze wie „Ich liebe den Erfolg, aber der Ruhm ist mir ehrlich gesagt egal.“ Ihr Comeback als Sängerin hatte sie 2005 mit „Ich + Ich“ – zusammen mit Soulsänger Adel Tawil. Für das Projekt hatte sich die ältere Schwester der Sängerin Inga Humpe mit einem eher unbekannten Musiker zusammengetan. Das Gespann funktioniert prächtig, fast alle Konzerte sind ausverkauft. Das zweite Album „Vom selben Stern“ stieg 2008 auf Platz 1 der Album Charts. (GW)
| Zurück | Bild 33 von 50 | Weiter |
Foto: Sergej Glanze
Platz 33: Anselm Franz - Anselm Franz (40) bringt gemeinsam mit seinem Partner Stefan Kruschel die Werbung an (fast) jede Stelle der Stadt. Ob als flexible Litfaßsäule mit Verkaufskiosk, der sogenannten bboxx, oder als Kabinenfahrrad „Velotaxi“. An vielen Stellen der Stadt wie etwa entlang des Mauerweges, im Welt-Ballon-Garten oder am Hauptbahnhof ziehen die multifunktionalen bboxxen die Aufmerksamkeit auf sich. Mehr als 1200 Velotaxen sind mittlerweile in 40 Ländern anzutreffen; in fast alle europäischen Metropolen sind sie unterwegs. Selbst in New York oder Japan sind die Cityflitzer präsent. Für seine Ideen bei der Entwicklung neuer Produkte und deren Vermarktung erhielt Franz 2008 den „Marketing Award“. (BM)
| Zurück | Bild 34 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 34: Ekkehard Streletzki - Ekkehard Streletzki (68) liebt Berlin und setzt sich als Unternehmer für das wirtschaftliche Fortkommen der Hauptstadt ein. Dafür wurde der Besitzer der Hotels Estrel und Ellington 2008 zum „Familienunternehmer des Jahres“ gekürt. 2005 erhielt Streletzki bereits das Bundesverdienstkreuz. Auch die Obdachlosen-Weihnachtsfeier von Frank Zander wäre ohne seine Unterstützung kaum denkbar. Bereits zum 11. Mal stellte er 2008 für die Feier von 2500 Obdachlosen das Estrel Convention Center kostenlos zur Verfügung, ebenso Bühnen- und Küchentechnik sowie das Personal und gewährte einen Zuschuss zum Essen, damit niemand hungrig nach Hause gehen musste. (mut/mas)
| Zurück | Bild 35 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 35: Dagmar Vogt - Dagmar Vogt wurde 2008 zur Berliner Unternehmerin des Jahres gekürt. Die 44-Jährige gründete 2002 die ib Vogt GmbH, ein Planungs- und Bauunternehmen für Fabriken der Solarindustrie. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Chemie-Ingenieurin sich durch „besondere unternehmerische Leistungen bei der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze“ und durch ihr Engagement für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hervorgetan habe. Mit ihrer Geschäftsidee hat sie sich in der männerdominierten Branche der Solartechnologie etabliert. Heute beschäftigt die ib Vogt GmbH 176 Mitarbeiter, darunter 78 Frauen, und hat Niederlassungen in San Francisco, Madrid und London. (BM)
| Zurück | Bild 36 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 36: Nina Hoss - Frauenversteher unter den Männern sind bei ihr mit ihrem Latein am Ende. Nina Hoss (33) bleibt rätselhaft. Das fängt damit an, dass man nicht versteht, wie sie ihr gewaltiges Pensum im Theater und vor der Kamera bewältigt und noch Zeit findet, sich – das Engagement ihres Vaters fortsetzend – als Sonderbotschafterin des brasilianischen Bundesstaates Pará für die Indianer des Regenwaldes einzusetzen. Die Figuren, die sie verkörpert, und die unvergleichliche Art, wie sie das tut, sprengen alle Klischees. Als „Anonyma“ konfrontierte sie das Publikum mit dem Thema Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee. Für die Hauptrolle in „Yella“ erhielt sie den Bundesfilmpreis. (E.F.)
| Zurück | Bild 37 von 50 | Weiter |
Foto: DDP
Platz 37: Dieter Kosslick - Dieter Kosslick (60)hat als Chef der Berlinale bewiesen, dass Schwaben alles Mögliche können – außer Englisch. Den Filmfestspielen hat das keineswegs geschadet. Am 1. Mai 2001 übernahm er die Nachfolge des unfreiwillig scheidenden Moritz de Hadeln. Kosslick, der mit der TV-Produzentin Wilma Harzenetter zusammen lebt, setzte von seiner ersten Berlinale an auf deutsches Kino. So wurde die Berlinale 2002 mit einem deutschen Film eröffnet, außerdem wurde die Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ neu eingeführt. Auch in diesem Jahr war die Berlinale erneut ein Mega-Event mit Gästen wie den Rolling Stones und Madonna, 15930 Fachbesuchern und begeisterten 240098 Kinofans. (sk)
| Zurück | Bild 38 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 38: Sandra Maischberger - Sandra Maischberger (42) moderiert derzeit die Talkshow „Menschen bei Maischberger“ im Ersten. Die gebürtige Münchnerin gehört zu den glaubwürdigsten journalistischen Moderatoren im deutschen Fernsehen. Womöglich auch deshalb, weil sie, die zuvor in Sendungen wie „Live aus dem Schlachthof“, „Talk im Turm“ und „Maischberger“ Erfahrungen sammelte, in ihrer leidenschaftlichen Art des Fragens viel von sich selbst preisgibt. Gerade ehemalige Staats- und Regierungschefs und gestandene Prominente mögen die Nähe in ihrer Talkrunde. Für das Porträt „Helmut Schmidt außer Dienst“ erhielten sie und ihr Ehemann Jan Kerhart die Goldene Kamera in der Rubrik „Beste Information“. (vb)
| Zurück | Bild 39 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 39: Mark Milde - Die Lauf- und Marathon-Begeisterung liegt bei Mark Milde in den Genen: Schon lange bevor der heute 35-Jährige zunächst seit 1999 als Topathleten-Verpflichter und seit 2004 als Renndirektor Verantwortung übernahm, war das Thema Berlin-Marathon in der Familie präsent: Vater Horst ist Berlins „Mister Marathon“, machte den Lauf populär. Keine Frage, dass seine Frau, die Tochter und die beiden Söhne früh in die Organisation eingebunden wurden. Mark Milde trieb den Marathon weiter voran: Er gehört zur Gruppe der World Marathon Majors: bei fast jeder Auflage gibt es neue Teilnehmer- und Zuschauerrekorde; im vergangenen und in diesem Jahr verbesserte Haile Gebreselassie in Berlin den Weltrekord. (jr)
| Zurück | Bild 40 von 50 | Weiter |
Foto: Marion Hunger
Platz 40: Helmut Russ - Der Veranstalter des Weihnachtszaubers auf dem Gendarmenmarkt, Helmut Russ (57), unterstützt seit Jahren mit Teilen der Einnahmen soziale und kulturelle Projekte in Berlin. Auch 2008 wurde ein großer Teil des Eintrittsgeldes an Berliner Wohltätigkeitsorganisationen abgegeben. So erhielten etwa die Jenny-De-la-Torre-Stiftung, die Frank-Zander-Obdachlosenhilfe und die Stephanus-Schule in Weißensee am 14. Dezember jeweils 7000 Euro; je 6000 Euro gingen an den „Verein Zukunft Konzerthaus“ und die Aktion „Schöne Bescherung“ des Vereins „Berliner helfen“. Das Schülerprojekt „Gesunde Ernährung“ wurde mit 12500 Euro unterstützt, für die Anna-Lindh-Grundschule gab es einen Reisescheck ins Zillerthal über 18.600 Euro. (BM)
| Zurück | Bild 41 von 50 | Weiter |
Foto: dpa-Zentralbild
Platz 41: Paul van Dyk - Paul van Dyk (37) gilt als einer der international populärsten Discjockeys, verkaufte bislang mehr als drei Millionen Platten, spielt auf seinen etwa 130 Auftritten pro Jahr vor mehr als drei Millionen Zuschauern. 2006 hat ihn Berlins Regierender Bürgermeister mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. 2007 bereits erschien sein richtungweisendes fünftes Album „In Between“. Jessica Sutta, Sängerin der Pussycat Dolls, David Byrne und Rea Garvey, Frontman der Band Reamonn machten „In Between“ zu einem Meilenstein der elektronischen Tanzmusik. 2008 war der vielbeschäftigte van Dyk bereits zum 10. Mal in Folge Resident-DJ im legendären Club „Cream“ auf Ibiza und remixed für den Veranstalter die jährliche „Cream“-Compilation. (pem)
| Zurück | Bild 42 von 50 | Weiter |
Foto: picture-alliance
Platz 42: Eric Schweitzer - Der Mann macht zwei Jobs, und beide ziemlich erfolgreich: Eric Schweitzer (43) ist Vorstandschef des Entsorgungskonzerns Alba AG und Präsident der Industrie- und Handelskammer in der Hauptstadt, und in beiden Funktionen setzt der Berliner deutliche Akzente: Als IHK-Präsident mahnt Schweitzer beim Senat unermüdlich Maßnahmen für mehr Wachstum und Beschäftigung an. Er fordert die längst überfällige Bildungsoffensive in Berlin, mehr Investitionen der öffentlichen Hand, einen Hilfsfonds für den Mittelstand – und geht auch mit ungewöhnlichen Konzepten an die Öffentlichkeit. So hat Schweizter schon früh angeregt, den vier großen Stromkonzernen die Netze zu nehmen, um deren quasi Monopolstellung zu brechen. (doll)
| Zurück | Bild 43 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 43: Kirsten Harms - Kirsten Harms (52), die als „Frau in Weiß“ bekannte Intendantin der Deutschen Oper an der Bismarckstraße 35 in Charlottenburg, hat ein gutes Amtsjahr hinter sich. Die Regisseurin, die sich als Wiederentdeckerin vergessener Opernwerke versteht, konnte im April mit der Mammut-Aufführung von Walter Braunfels' „Jeanne d'Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna“ in der Fernregie des schwerkranken Christoph Schlingensief für Aufmerksamkeit sorgen. Die Kritiker der Fachzeitschrift „Opernwelt“ lobten die Entdeckung und wählten ihren Chor zum „Chor des Jahres“. Auch außerhalb Berlins wurde das Ensemble gefeiert: Kirsten Harms war im Oktober mit 420 Mitarbeitern zum Musikfestival nach Peking gereist. (vb)
| Zurück | Bild 44 von 50 | Weiter |
Foto: dpa-Zentralbild
Platz 44: Till Brönner - Jazztrompeter Till Brönner (37) versteht es auf geniale Weise, klassischen Jazz und Popmusik miteinander zu verbandeln. Dabei kennt der versierte Instrumentalist, Komponist und Produzent keine Berührungsängste. Er spielte ein Album mit Hildegard Knef ein, er produzierte das „Jazz Album“ des Opernbaritons Thomas Quasthoff, widmete sich auf seinem aktuellen Album „Rio“ dem Bossa Nova. Für sein 2007 erschienenes „Christmas Album“ wurde er mit dem „Echo“ 2008 ausgezeichnet. Nun darf er auch noch auf einen Grammy hoffen. Denn für sein Solo auf dem Album „The Standard“ der legendären amerikanischen Vokalgruppe „Take 6“ wurde er in der Kategorie „bestes Jazz-Instrumental-Solo“ für die begehrte US-Trophäe nominiert. (pem)
| Zurück | Bild 45 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 45: Florian Keller - Schon im Kindesalter zeigte sich auch bei Florian Keller, dass er die Gene und das Talent der berühmtesten Hockey-Familie der Welt hatte. Mit seiner Schwester Natascha, Olympiasiegerin 2004 in Athen, kugelte er Tischtennisbälle durch die elterliche Wohnung, später dann wechselte er zu richtigen Schlägern. Mit Erfolg. Nach Vater Carsten, Halb-Bruder Andreas und Schwester Natascha schaffte es nun auch Florian Keller (27) auf den Hockey-Olymp. Dabei hatte der Modellathlet zwischenzeitlich seine internationale Karriere schon beendet. Aber als er in Athen 2004 auf der Tribüne die Goldmedaille von Natascha bejubelte, fasste er den Entschluss, es noch einmal mit der Nationalmannschaft zu probieren. (lute)
| Zurück | Bild 46 von 50 | Weiter |
Foto: dpa
Platz 46: Eva Padberg - Ihr Gesicht zierte großformatige Plakate genauso wie schwarze Limousinen. Drei Mal war sie das Gesicht der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin. Das 28-jährige Model war bei ihren Auftritten nicht nur hübsch anzusehen, sondern natürlich und immer authentisch. Man nahm Eva Padberg das Engagement ab, ihre Wahl-Heimat Berlin zu dem machen zu wollen, was sie so unbedingt sein möchte: eine Modestadt. Ihren internationalen Durchbruch hatte die Thüringerin 2001 mit einer Kampagne für die Dessous-Marke Palmers. Neben ihrer Arbeit als Model (warb u.a. für Katjes, Otto, Karstadt) moderierte im Fernsehen (MTV, Bambi-Verleihung) und engagiert sich für wohltätige Zwecke (Unicef). (alma)
| Zurück | Bild 47 von 50 | Weiter |
Foto: DDP
Platz 47: Thomas Kretschmann - Er ist der Fernseh-Mann des Jahres. Im November war der Schauspieler Thomas Kretschmann (46) in der Neuverfilmung von „Der Seewolf“ als Wolf Larsen zu sehen, eine Woche danach als Lufthansa-Piloten im gefeierten TV-Event „Mogadischu“. Kretschmann ist einer der wenigen Deutschen, die es in Hollywood geschafft haben. Er war der mitfühlende Nazi in „Der Pianist“ (2002), spielte den Jäger im Remake von „King Kong“ (2005), war im US-TV gar als Papst in „Have No Fear: The Life of Pope John Paul II“ (2005) zu sehen. Ab Januar kann man den gebürtigen Dessauer, der das Schauspiel in Berlin erlernte und mit seiner Familie in Los Angeles lebt, neben Tom Cruise in „Operation Walküre“ erleben. (pem)
| Zurück | Bild 48 von 50 | Weiter |
Foto: dpa Zentralbild
Platz 48: Detlef Kornett - Eine Mega-Halle, in der Eishockey, Basket- und Handball gespielt wird und in der die Weltstars der Rock- und Popszene auftreten, blieb für Berlin lange Jahre ein Traum. Im September war es endlich so weit: Detlef Kornett (45), Europa-Chef der Anschutz-Entertainment Group (AEG) eröffnete die O* Arena am Ostbahnhof. Kornett, dessen Sprachfärbung auch nach vielen Jahren in Amerika seine norddeutsche Herkunft verrät, wollte eigentlich Basketball-Profi werden. Zum Glück für Berlin war er dafür mit seinen 1,94 Metern zu klein. Der gebürtige Bremerhavener ist nicht nur für Berlins größte Veranstaltungshalle, sondern auch für die Berliner Eisbären verantwortlich: Er ist Geschäftsführer des Vereins. (ij)
| Zurück | Bild 49 von 50 | Weiter |
Foto: dpa Zentralbild
Platz 49: Ulrike Krumbiegel - Auf Berliner Theaterbühnen hat sich Ulrike Krumbiegel in den letzten Jahren rar gemacht. Gelegentlich – und damit bedauerlicherweise viel zu selten – tritt sie im Berliner Ensemble auf, wenn Thomas Langhoff dort inszeniert. Unter ihm hat die Schauspielerin, die an der renommierten Ernst-Busch-Hochschule ihr Handwerk gelernt hat, ihre größten Erfolge auf der Bühne gefeiert. Als Langhoff gehen musste, hat sich auch Ulrike Krumbiegel (47) verstärkt Film und Fernsehen zugewandt. Zuletzt war sie in dem deutschen Spielfilm „Anonyma – Eine Frau in Berlin“ zu sehen. Den Deutschen Fernsehpreis hat die passionierte Seglerin bereits 2003 bekommen, die Goldene Kamera im Februar dieses Jahres. (sk)
| Zurück | Bild 50 von 50 | Weiter |
Foto: Michalsky
Platz 50: Michael Michalsky - Michalsky und die Fashion Week in Berlin sind untrennbar miteinander verbunden. Der Designer versteht es wie kein anderer, seine Kreationen und nicht zuletzt sich selbst in Szene zu setzen. Egal, ob nun in der Gemäldegalerie am Potsdamer Platz oder in den Uferhallen in Wedding. Der 41-Jährige wird nicht müde, für das Potenzial Berlins Werbung zu machen, nimmt dafür sogar den Kampf mit Modestädten wie Paris und London auf. Bevor er sich selbstständig machte, hat Michalsky für Adidas gearbeitet. Seit 2005 Kreativ-Direktor bei MCM, hat er dem Taschen-Label zu einem Comeback verholfen. Für Tchibo entwirft er Basics für die Linie „Mitch&Co.“, am Monbijouplatz 4 hat er eine eigene Boutique. (alma)








































































Stellenmarkt

























