Coursera, Iversity & Co.

Telekom pumpt Millionen in Online-Universität Iversity

Foto: iversity / Iversity

2011 als Lernplattform gestartet, bietet Iversity seit einem Jahr Hochschulkurse im Internet an. Der Strategieschwenk zeitigt Erfolg. Mehr als 700.000 Studierende haben sich mittlerweile eingeschrieben.

Kapitalspritze für die Online-Universität Iversity. Unter Führung des Wagnisfinanzierers T-Venture haben BMP Media Investors und der BFB Frühphasenfonds Brandenburg einen siebenstelligen Betrag in das 2011 gegründete Unternehmen investiert. Damit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben seit Unternehmensgründung fünf Millionen Euro von Investoren erhalten. "In dem erneuten Beitrag unserer Investoren zeigt sich deren Vertrauen in unser Team und in unsere Mission: Iversity macht höhere Bildung zugänglicher, preiswerter und personalisierter als je zuvor", sagte Hannes Klöpper, Mitgründer und Geschäftsführer von Iversity.

Iversity ist eine nach dem US-Vorbild Coursera arbeitende Online-Universität, die sogenannte MOOCs (Massive Open Online Courses), also universitäre Onlinekurse anbietet. Nach eigenen Angaben haben die mehr als 50 Kurse bereits über 700.000 Studierende erreicht. Iversity arbeitet mit mehr als 30 Hochschulen und Universitäten vor allem in Europa zusammen, darunter die Berliner Hertie School of Governance.

Details zur Finanzierung wurden nicht genannt. Zumindest BMP teilte mit, den Anteil am Unternehmen auf knapp über 25 Prozent erhöht zu haben. Und: "Wir freuen uns, dass T-Venture seine Beteiligung deutlich ausbaut und gemeinsam mit BMP den finanziellen Rahmen für eine erfolgreiche Entwicklung erweitert, mit dem iversity seine führende Rolle im Bereich Online-Lehre weiter ausbauen kann", sagte BMP-Vorstand Jens Spyrka.

Iversity eröffnet weiteren Standort in Prenzlauer Berg

Mit dem frischen Kapital plant Iversity, das Kursangebot zu erweitern und die Plattform weiterzuentwickeln. "Durch die neue Finanzierung sind wir in der Lage, den Funktionsumfang unserer Plattform systematisch auszubauen, weitere universitäre Partner zu gewinnen und viele zusätzliche Nutzer auf uns aufmerksam zu machen", sagte Co-Geschäftsführer Sander Nijssen. Insgesamt führe das Unternehmen Gespräche mit über 100 Hochschulen, die Interesse bekundet haben, ihre Lehrangebote digital verfügbar zu machen.

Dazu sind weitere Einstellungen geplant. Aufgrund des Wachstums hat das in Bernau ansässige Unternehmen einen zusätzlichen Standort im ehemaligen Humboldt-Umspannwerk in Prenzlauer Berg in Berlin eröffnet.

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