Wine in Black

Schweizer pumpen Millionen in Online-Weinhändler

Wine in Black verkauft Premium-Weine im Internet und gewinnt jeden Monat 10.000 neue Kunden. Investoren fanden das Geschäftskonzept so überzeugend, dass sie Millionen in das Start-up steckten.

Foto: Wine in Black

Mehr als eine Million Flaschen Wein hat die Berliner Internet-Plattform Wine in Black verkauft und die Zahl der Kunden auf über 350.000 verdoppelt. Jetzt hat sich das Unternehmen, das seit drei Jahren besteht, eine Investition in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags gesichert (www.wine-in-black.de).

Neuer Investor ist die Schweizer Investmentgesellschaft b-to-v. Die bisherigen Investoren, der Company Builder Project A Ventures (Berlin), Bright Capital (Moskau), e.ventures (Hamburg) und Passion Capital (London) sind ebenfalls an der dritten Finanzierungsrunde beteiligt. Das frische Kapital wird Wine in Black in den Ausbau von Technologie und Vertrieb investieren.

Wine in Black bezeichnet sich als einen der größten Online-Shops für Premium-Wein. Damit sind Flaschen gemeint, die im Handel sieben Euro und mehr kosten. Der durchschnittliche Kunde bestellt nach Angaben des Unternehmens Weine für 15 Euro pro Flasche.

Wine in Black verdoppelt Umsatz

Das Unternehmen hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr verdreifacht und bietet seine Weine in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich an. Wie es heißt, wächst die Zahl der Kunden monatlich um 10.000.

Deutschland ist mit neun Milliarden Euro Umsatz drittgrößter Weinmarkt der Welt, in Europa werden über 60 Milliarden Euro erzielt. Premiumweine machen mehr als die Hälfte davon aus. In der Branche wird erwartet, dass sich der deutsche Online-Anteil in weniger als fünf Jahren von aktuell fünf auf 20 Prozent oder auf zwei Milliarden Euro entwickelt. "Wine in Black profitiert stark von dieser Wachstumswelle", sagte Mitgründer Christian Hoya.

Produktqualität ist kaufentscheidend

Das Unternehmen will nicht mit Supermärkten in Konkurrenz treten, wo häufig Weine unter drei Euro pro Flasche verkauft werden. Der Preis sei für seine Zielgruppe nur ein Aspekt, sagt Mitgründer Stephan Linden. "Die Sicherheit, die erwartete Produktqualität zu erhalten, ist ihr wichtiger."

Wine in Black wählt aus dem für Laien unüberschaubaren Angebot 50 Weine aus, die auf der Plattform, die auch als iPhone-App verfügbar ist, angeboten werden. Der Durchschnittspreis liegt bei 15 Euro.

b-to-v mit breitem Portfolio

b-to-v Partners ist eine Venture-Capital-Gesellschaft mit Vertretungen in St. Gallen und Berlin und mit rund 200 Mitgliedern eines der führenden Netzwerke unternehmerischer Privatinvestoren in Europa. Das Unternehmen hat in Berlin unter anderem in den Second-Screen Entwickler TVSmile, den Festgeld-Makler Saving Global, den Online-Wohnmobil-Vermieter Campanda, den Chauffeurdienst Blacklane, den Textilhändler Urbanara, den Bezahldienstleister Sumup und den Internet-Parfumhändler Flaconi investiert.

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