13.02.13

Dating-Portale

So geht schneller Sex mit Facebook-Freunden

Das Dating-Portal "Bang with Friends" kündigt wegen seines Erfolgs jetzt eine deutschsprachige Seite an. 2,5 Millionen Nutzer haben die App installiert.

Von Jürgen Stüber
Foto: http://www.bangwithfriends.com/

Die Startseite der neuen App „Bang with Friends“. Mit ihr treffen sich Facebook-Freunde zu One-Night-Stands
Die Startseite der neuen App "Bang with Friends". Mit ihr treffen sich Facebook-Freunde zu One-Night-Stands

Das amerikanische Dating-Portal "Bang with Friends" startet wegen seines großen Erfolgs auch eine deutschsprachige Seite. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Kalifornien mit. Seit ihrem Start im Januar habe die Seite bereits 100.000 Nutzer verkuppelt. 2,5 Millionen Nutzer hätten die App installiert.

Neben Deutschland stammen die meisten Nutzer dieser Seite aus den USA und aus Brasilien. Die Nutzerzahl ist in den vergangenen 20 Tagen um 600.000 gestiegen – rein rechnerisch wächst die Plattform damit um einen Nutzer pro Sekunde. Der Status "Down to Bang" wurde nach Angaben des Start-ups neun Millionen Mal vergeben, was übersetzt in etwa "Ich habe gerade Sex" heißt.

Bei "Bang with Friends" suchen Nutzer via Facebook intime Verabredungen. Das soziale Netzwerk Facebook ist die einzige Möglichkeit, sich auf der Seite anzumelden. Der Nutzer installiert in seinem Profil die App und markiert die Freunde, die ihn interessieren.

Kontakte werden anonymisiert

Verfährt einer der Freunde genauso, können beide miteinander Kontakt aufnehmen und sich mit eindeutiger Absicht verabreden. Die interessierten Nutzer schreibensich bei gegenseitigem Interesse eine E-Mail. Auf diese einfache Formel lässt sich die Idee des neuen Portals reduzieren. Anderen Nutzern bleibt das verborgen.

Damit ihre Nutzer schnell und unmissverständlich zur Sache kommen, soll die Seite ein neues "Bangability"-Feature erhalten, das Lust und Verfügbarkeit des Nutzers anzeigt. Es solle die "Neugier der begeisterten Nutzer schüren", heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Wöchentliche Rangliste der aktivsten Nutzer

Wer dem Bang-Netzwerk beigetreten ist, erhält ein wöchentliches Update mit seinem "Sexiness Score". Dieser Wert beschreibt die Interaktionen eines Nutzers mit dem Netzwerk seiner Freunde, was hier im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken sehr pragmatisch gemeint ist.

Die Seite verbreitet sich über Facebook und Twitter seit zwei Monaten wie ein globales Lauffeuer. Drei Jungs um die 20 hatten die Idee für das Bang-Portal. Ihr Motiv war nach eigenen Angaben die Unzufriedenheit mit der "Verlogenheit" etablierter Dating-Plattformen. "Sex muss nicht versteckt und stigmatisiert werden", schreiben die Gründer des Start-up in ihrer Mitteilung.

Erste Nachahmer schnell abgeschaltet

"Wir glauben, dass Sex zu sehr Tubu ist und dass die Menschen ehrlicher miteinander umgehen sollten." Die Plattform "Bang with Friends" biete Menschen einen einfacheren Weg, ohne das Risiko einer Abstoßung zueinander zu finden. "Unser Ziel ist es, potenzielle Paare glücklich zu machen, indem wir die Grenzen der Intimität abbauen."

Der Erfolg der drei Amerikaner rief nach Informationen den Blogs "Venturevillage" schon den ersten Nachahmer auf den Plan. Die Seite "Bang with Professionals" sollte eine ähnliche Plattform werden, allerdings für das Business-Netzwerk LinkedIn. Diese Seite ist aber auf Betreiben des Netzwerks geschlossen worden. LinkedIn hatte nach Bekanntwerden der Plattform den Zugriff auf seine Programmschnittstelle unterbrochen.

"Wir haben uns amüsiert"

"Wir wussten, dass das nur eine Frage der Zeit war", schreiben die Macher unter der Überschrift "Wir haben uns amüsiert" auf ihrer stillgelegten Seite. Der Spaß habe sie nur drei Tage Arbeit und 57 Dollar (ca. 42 Euro) für Fotos, Domainname und Serverkapazitäten gekostet. Es folgt der Hinweis, der Domainname stehe nun zum Verkauf.

Die Frage ist nun, wann das sonst recht prüde Facebook so verfährt wie LinkedIn, die Programmschnittstelle kappt und damit "Bang with Friends" die Geschäftsgrundlage entzieht. Solange jedenfalls wird das soziale Netzwerk von den siebenstelligen Seitenaufrufen profitieren, die von der Sex-App verursacht werden.

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