30.01.2013, 14:54

Limousinen-Service Blacklane chauffiert jetzt auch in der Schweiz


Türöffner: Die Blacklane-Gründer Jens Wohltorf und Frank Steuer

Foto: Martin U. K. Lengemann

Von René Gribnitz

Das Berliner Start-up Blacklane expandiert weiter im Ausland: Ein Wettlauf mit dem US-Konkurrenten Uber, der nach Europa drängt.

Das Berliner Chauffeurdienst-Portal Blacklane setzt seinen Expansionskurs ins Ausland fort. Nachdem die Berliner mit ihrem Limousinen-Service für Jedermann zum Jahreswechsel in Wien an den Start gingen, startet das Angebot mit 25 Fahrzeugen jetzt auch in Zürich. "Mit Zürich besetzen wir nun eine weitere europäische Metropole und ein wichtiges Wirtschaftszentrum", sagte Blacklane-Chef Jens Wohltorf am Mittwoch.

Das Unternehmen, das mittlerweile 50 Mitarbeiter beschäftigt, ist bereits in zwölf deutschen Großstädten aktiv, darunter neben Berlin auch München, Hamburg und Köln. Im Dezember hatte das Unternehmen laut eigenen Angaben 10.000 Limousinenfahrten in Deutschland vermittelt.

Blacklane konkurriert auf dem Heimatmarkt vor allem mit den traditionellen Taxis. Zudem mit dem vergleichbaren Angebot MyDriver, das der Autovermieter Sixt zum Jahreswechsel gestartet hat. Zugleich drängt der Erfinder des Angebots, der US-Anbieter Uber, angesichts wachsender Konkurrenz zuhause auf den deutschen Markt. Während der Fashion Week startete Uber das Angebot in Berlin.

Keine eigenen Fahrzeuge

Die Unternehmen setzen auf die Mobilität junger Großstädter, die zumeist aber keine eigenen Autos haben und denen Taxifahrten zu unkomfortabel sind. Zugleich haben sie Geschäftsreisende im Blick.

Die Portale haben selbst keine Fahrzeuge, sondern vermitteln Fahrdienste samt Chauffeur zu einem Festpreis. "Wir nutzen die Leerfahrten, die bei Limousinen- und Chauffeuranbietern anfallen", sagt Blacklane Jens Wohltorf. Die Berliner bündeln etwa 200 Einzelunternehmer mit mehr als 400 Fahrzeugen unter einem Dach.

"Für unsere Partner bietet das Blacklane-Modell pures Zusatzgeschäft. Ihr regulärer Betrieb bleibt von unserem Angebot unberührt", sagt Wohltorfs Mitgründer Frank Steuer. Die Service-Portale erhalten eine Provision.

Blacklane ist im vergangenen Jahr gegründet worden. An dem Unternehmen sind unter anderem der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer und der Verleger Dirk Ippen über Investmentgesellschaften beteiligt.

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