19.01.13

"hy!Berlin"

Von Infografiken, Staub und Machern

Eine dreistellige Zahl von Start-ups hat sich bei der "hy!Berlin" beworben. Diese 15 wurden ausgewählt und nahmen am Wettbewerb teil.

Foto: Glanze
Eine dreistellige Zahl von Start-ups hat sich bei der „hy!Berlin“ beworben. Diese 15 wurden ausgewählt und nahmen am Wettbewerb teil.
Bei der "hy!Berlin" wurde viel diskutiert: Mit dabei auch Alexander Goerlich von European, Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, Milo Jiannopoulos sowie George Marangos von tab media

Hardware-Start-ups

Preisträger Solarbrush: Staub kann die Effizienz von Fotovoltaikanlagen bis zu 35 Prozent reduzieren. Abhilfe schafft Solarbrush, ein Roboter, der Fotovoltaikplatten reinigt. Das Gerät aus Berlin kann Dachneigungen bis 25 Grad bewältigen.

Tado: Diese Hardware unterstützte App aus München optimiert den Energieverbrauch von Haushalten. Kernstück ist die Tado-Box, die mit der Steuerung der Heizungsanlage verbunden ist. Sie ersetzt das Thermostat und ist mit dem Internet in der Wohnung verbunden. Das Smartphone sendet der Box die Information, wann die Heizung an- oder abgedreht werden soll. Die Anbieter versprechen eine Energiekosteneinsparung von 27 Prozent. App und Box kosten 99 Euro/Jahr.

Intoino: Die Open-Source-Hardware kann per Internet übermittelte Befehle in einer Wohnung ausführen, die andernorts auf einem Tablet gegeben werden: "Licht aus" oder "Rollladen runter" beispielsweise. Dazu loggt sich der Nutzer über ein Steuergerät ins WLAN ein und führt die Kommandos aus. Die App kommt demnächst in die Apple- und Android-Stores.

Sorglos Internet ist ein WLAN-System für öffentliche Räume, das den Betreiber des Netzes vor Abmahnungen schützen soll, wenn Gäste illegale Inhalte herunterladen. Sie eignet sich für Bars, Hostels und Wohngemeinschaften, die ihren Besuchern drahtloses Internet anbieten wollen. Kernstück ist ein vorkonfigurierter Router, der über den Server des Start-ups ins Internet geht. Der Nutzer surft nicht mit der IP-Adresse seines Gastgebers, sondern mit der des Start-ups. Und das will einen legalen Weg gefunden haben, Abmahnungen dann abzuschmettern.

Protonet bietet einen Server für Teams in Kleinstunternehmen an. Die Speicherkapazität beträgt bis zu 16 Terabyte. WLAN, Firewall etc. sind vorkonfiguriert. Eine interne Chat-Funktion ersetzt Mailverkehr und Skype. Ein Administrator sei nicht erforderlich, heißt es auf der Website, und der Server sei sicherer und schneller als jede Cloud. Die Kosten belaufen sich je nach Speicherkapazität auf ca. 2300 bis 3600 Euro.

Launch-Start-ups

Preisträger Infogr.am: Hier kommt Big Data zum Zuge. Infogr.am erstellt interaktive Infografiken, die anschließend in sozialen Netzwerken geteilt werden können. Der Nutzer kann Excel-Dateien importieren. Bislang wurden mit dieser Web-App fast 40.000 Infografiken erstellt.

Becoacht: Die webbasierte Trainervermittlungsbörse aus München ist für Schulen und Vereine entwickelt worden. Der Coach nennt in dem Internetportal seine Qualifikation und Sportart, die Mannschaft wählt ihn aus. Nach dem Training folgt die Bewertung, anhand derer die nächste Mannschaft sich für oder gegen ihn entscheiden kann.

Gestigon: Die Projekt ist ein Softwarepaket zur Erkennung von Hand- und Körpergesten. Es analysiert in Echtzeit dreidimensionale Bilddaten aus unterschiedlichsten Kameras. Die Software ist in der Lage Geräte anzusteuern, die dann bestimmte Aktionen ausführen. Beispielsweise ist es möglich, Touchscreen-Gesten im Raum auszuführen und damit einen Bildschirm zu steuern. Die App könnte Maus und Trackpad ersetzen. Geplant sind auch Anwendungen in der Automobilindustrie, zum Beispiel die Steuerung von Musikplayer, Navi und Radio. Das Start-up arbeitet mit dem Institut für Neuro- und Bioinformatik der Universität Lübeck zusammen.

Weavly: Video-Mash-ups und Remixes erstellt diese Applikation. Der Editor komponiert eine neue Bildfolge aus YouTube-, Soundcloud- oder Loopcam-Inhalten im Browser, die anschließend in sozialen Netzwerken geteilt werden können. Diese Spaß-App kommt – wie sollte es anders sein – aus Berlin.

Peer Reach: Das Tool zeigt, welche Freunde im Web Einfluss haben und welche Themen in den eigenen Netzwerken relevant sind. Der Nutzer kann sich selbst im Ranking seiner Peer Group sehen.

Alpha-Start-ups

Preisträger Knowable versteht sich als soziales Netzwerk der Macher. Handwerker und Bastler können hier zusammenarbeiten und Ideen gemeinsam weiterentwickeln. Auch passive Nutzer können von den Erkenntnissen der Plattform profitieren – ein Start-up aus dem Berliner Betahaus.

Solid Sound: Drei professionelle Tongestalter, die zum Teil schon mit Regisseur Roland Emmerich zusammengearbeitet haben, bieten eine App an, mit der sich die Wiedergabequalität von Musik auf mobilen Geräten verbessern lässt.

Rightclearing: Dieses Projekt richtet sich an Werber, Filmschaffende und einfache YouTube-Nutzer. Die Web-App lizenziert durch eine Kooperation mit der Lizenzplattform "Rumblefish" in wenigen Schritten Songs für Projekte dieser Berufsgruppen. Künstler können ihre Songs freigeben und damit Geld verdienen.

Mädchen-Flohmarkt ist eine Shoppingplattform für Mode-Items mehrerer Designermarken. Die Nutzerin loggt sich per Facebook oder Twitter ein und kann nach Belieben shoppen und verkaufen.

Airmakr: Ein Graphiktool, das die Bewegungen eines Smartphones in dreiminesionale Bilder umsetzt. Es könnte für dreidimensionales Design eingesetzt werden.

Quelle: BM
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Sonderabgabe Zukunft des "Soli" spaltet Länderchefs
Ebola Dieses Flugzeug soll Leben retten
Fans besorgt Angelina Jolie hat gesündigt
Per Zufall Bibliothekar findet Shakespeare-Original
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Transport mal anders

Unterwegs per Elektro-Einrad oder schwimmendem Bus

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote