17.01.13

HY!Berlin

Szene zwischen Wettbewerben und Partys

Von "Hy!Berlin" bis "TheEuropas": In Berlin treffen sich die Start-up-Macher bei zahlreichen Veranstaltungen.

Von Jürgen Stüber
Foto: David Heerde

Wird beim „Start-up-Camp“ sprechen: Edial Dekker (r.), mit Philipp Wassibauer und Floris Dekker von Gidsy
Wird beim "Start-up-Camp" sprechen: Edial Dekker (r.), mit Philipp Wassibauer und Floris Dekker von Gidsy

Die Berliner Start-up-Szene startet mit Schwung ins neue Jahr: Am 18. und 19. Januar kommt die Eventreihe "Hy!Berlin" zum zweiten Mal in die Hauptstadt, am 22. Januar wird "TheEuropas", ein europäischer Technologie-Start-up-Award, vergeben. Am darauffolgenden Wochenende (25. bis 27. Januar) findet dann die Konferenz "Start-up Live Berlin" statt.

"Hy!Berlin" will Berlins wichtigstes Start-up-Event werden. Die zweitägige Veranstaltung, eine Mischung aus Kongress, Gründer-Wettbewerb und Party, wartet mit prominenten Namen auf. Mit MG Siegler, dem Gründer des Blogs Techcrunch, und Om Malik, Gründer des Blogs GigaOm, kommen zwei Urgesteine der Bloggerszene. Sie kennen wie kaum andere die Internet-Branche seit ihren ersten Jahren im kalifornischen Silicon Valley.

Vorträge beim "Ideen-Hackathon"

Ferner dabei ist Jawed Karim, der Gründer der Videoplattform YouTube. Dieses Unternehmen fing, wie so viele Berliner Gründer heute, als Garagen-Start-up an. 2005 war das. Heute werden jede Minute 60 Stunden Videomaterial auf die Plattform hochgeladen. Karim wird den Berliner Gründern gute Ratschläge geben können. Außerdem in Berlin: Esther Dyson, Gründerin von EDventure, Matthew O. Brimer, Gründer von General Assembly, und Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG. Der Medienkonzern, in dem auch die Berliner Morgenpost erscheint, ist Partner dieser Konferenz.

Das Event hat drei Teile: Einen nichtöffentlichen mit Vorträgen (Keynotes) und Podiumsdiskussionen (Panels) zu Gründer- und Internetthemen sowie einen öffentlichen Wettbewerb am Sonnabend im Friedrichshainer "Radialsystem", bei dem sich 15 Start-ups bewerben können. Und natürlich sind auch Partys geplant, unter anderem im "Kater Holzig". Die Kongressthemen sind bewusst provokativ gehalten: "Wen kümmert Berlin?" oder "Langweiliges Internet – Welche Technik könnte wirklich etwas bewirken?"

>>> Hier gelangen Sie zur Serie der Berliner Morgenpost zur Berliner Start-up-Szene.

Das twittern die Teilnehmer von HY! Berlin

Ausgelobt sind Preise im Gesamtwert von 200.000 Euro: Für jeden der Gewinner – es gibt die drei Kategorien Alpha-, Launch- und Hardware-Start-ups – gibt es Informationsreisen ins Silicon Valley, 10.000 Euro in bar und Betreuung durch Hub:raum, den Accelerator der Deutschen Telekom, im Wert von 5000 Euro, Cloud-Datendienste von Google im Wert von 20.000 Euro sowie Hilfe bei der PR (von der Medienagentur Piabo) und Steuerberatung durch die Unternehmensberatung KPMG.

Was an europäischen Gründungen Rang und Namen hat

Das beste neue Start-up des Kontinents soll dann bei "TheEuropas" gekürt werden. Der Preis wird in 20 Kategorien verliehen. Umrahmt wird das Ereignis im Friedrichshainer Postbahnhof ebenfalls von mehreren Partys. "TheEuropas" trägt die Handschrift von Mike Butcher, dem schrillen Europa-Korrespondenten des Technologieblogs Techcrunch. Auf der Shortlist der Veranstaltung steht alles, was an europäischen Gründungen Rang und Namen hat.

Weniger ums Feiern als um die Arbeit geht es bei "Start-up live Berlin" im Kreuzberger "Betahaus". Bei diesem sogenannten Ideen-Hackathon präsentieren rund 100 Gründer ihre Konzepte, diskutieren mit anderen Entrepreneuren und erhalten Beratung von Business Angels, erfahrenen Gründern und Trainern. Partner dieser Veranstaltung sind das Spielesoftwareunternehmen Wooga, der Scout-24-Accelerator YouIsNow, die Online-Bezahlplattform Paymill sowie Hub:raum.

>>> Gründerzeit – das Blog zur Serie über die Berliner Start-up-Szene finden Sie hier.

Weiter geht es dann im 15. und 16. März beim "Start-up-Camp Berlin", zu dem 600 Teilnehmer erwartet werden. Prominentester Redner wird nach Veranstalterangaben Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sein. Außerdem stehen zahlreiche Investoren und Gründer auf dem Vortragsprogramm, unter anderem Edial Dekker, der junge Erfinder des Berliner Start-ups Gidsy. Auf dieser mehrfach preisgekrönten Plattform kann jeder Dienstleistungen anbieten, Kurse und Exkursionen etwa. Das "Start-up-Camp" wird vom Entrepreneursclub Berlin und dem Bundesverband deutsche Start-ups organisiert.

Preis für das Start-up des Jahres

Begonnen hatte die Serie am 15. Januar mit dem "German Start-up-Award" des Internetportals "The Next Web" (TNW). Am Schlesischen Tor in Kreuzberg wurden diese Woche 35 Start-ups aus 844 Nominierungen ausgewählt, die Preise in sieben Kategorien erhielten. Besucher der Website hatten Gelegenheit, online abzustimmen. Start-up des Jahres wurde die Musikstream-Plattform Soundcloud. Ihr Gründer Alexander Ljung darf sich "Gründer des Jahres" nennen. Beste Web-App wurde der Experten-Vermittler Twago, beste Mobile App die Fotoplattform EyeEm. Das beste Design hat Klashapp.com, die beste Bedienerfreundlichkeit Quote.fm. Earlybird.com, ein Business-Angel, wurde als bester Investor ausgezeichnet.

Indes gibt es aber auch kritische Stimmen zur Partystimmung in der Berliner Start-up-Szene. So fragt ein Autor des Blogs "Venturevillage", ob man wirklich diese ganzen Awards brauche: "Ich glaube, 2013 sollte ein Jahr werden, in dem wir die Cocktailgläser beiseite stellen und uns an die Arbeit machen. Anderenfalls wird das Jahr 2014 eine verheerende Katerstimmung herrschen. Wenn man sich den Veranstaltungsplan für den Januar ansieht, könnte man meinen, andere Leute sähen das anders."

>>> Hier gelangen Sie zur Serie der Berliner Morgenpost zur Berliner Start-up-Szene.

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