16.01.13

Gründerzeit

Miteinander sprechen, um Fehler zu vermeiden

Florian Nöll vom Bundesverband Deutsche Start-ups über Mentoring, Politik und Lernprozesse, die auch mal weh tun.

Foto: privat

Florian Nöll ist Vorstandssprecher beim Bundesverband Deutsche Start-ups
Florian Nöll ist Vorstandssprecher beim Bundesverband Deutsche Start-ups

Florian Nöll ist Vorstandssprecher beim Bundesverband Deutsche Start-ups. Sören Kittel hat mit ihm über das Netzwerk gesprochen.

Berliner Morgenpost: Herr Nöll, warum brauchen Start-ups einen Verband?

Florian Nöll: Ich beobachte die Entwicklungen der Gründerszene in Berlin, seitdem ich vor zehn Jahren hierher gezogen bin. Nachdem wir schon gute Erfahrungen mit dem Entrepreneursclub gesammelt haben, war die logische Konsequenz die Gründung eines Verbandes. Wir haben schon von Beginn an gute Partner wie E-Plus, Google, Facebook, Stepstone und KPMG und auch Ansprechpartner in der Politik.

Nehmen die Gründer diese Initiative an?

Die Gründer finden es gut, dass wir vor Ort sind, uns auskennen und gleichzeitig Kontakte zu Politikern haben. Obwohl wir erst kommenden Monat eine Mitgliederwerbeinitiative starten, haben wir schon jetzt mehr als 100 Mitglieder.

Sind Start-upper stets gute Netzwerker?

Sie müssen es sein, denn darauf baut ihr Business auf. Ich bin ein großer Freund von Mentoring, also von Menschen, die junge Nachwuchs-Gründer an die Hand nehmen. Es hilft sehr, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die Erfahrungen in der Branche haben. So finden sie leichter Ansprechpartner, was gerade für die Finanzierung entscheidend sein kann.

Was sind denn wichtige Netzwerk-Gelegenheiten in Berlin?

Vor acht Jahren gab es, wenn man Glück hatte, vielleicht eine Veranstaltung pro Monat in Berlin, auf die man gehen musste als Berliner Gründer. Heute gibt es mehrere täglich, und es ist schwierig die Übersicht zu behalten. Aber dieser Wissensaustausch ist wichtig. Wichtig sind auch die Start-up-Camps, die vielen Gründern helfen, aber auch Treffen wie die "Failcon", die wir mitorganisiert haben. Dort wurde besprochen, warum Start-ups scheitern. Auch dieses Wissen kann helfen, bestimmte Fehler nicht noch einmal zu machen.

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