04.02.2013, 14:13

Berlinale Die Filme für Kinder

Von Gerlinde Schulte

Freunde, Liebe und Vertrauen: Diese drei Dinge brauchen alle Kinder. Egal wie das Leben in den verschiedenen Ländern der Welt aussieht. 13 lange und 19 kurze Filme erzählen davon.

Anne Hathaway und Holly Hunter, Matt Damon und Tim Robbins, Til Schweiger und Nina Hoss: Die Stadt ist voller Filmstars. In diesen Tagen kommen Autogrammjäger in Berlin auf ihre Kosten. Im Programm der Berlinale werden insgesamt 404 Filme aus 70 Ländern gezeigt, 19 davon stehen im Wettbewerb um den goldenen und den silbernen Bären. Die Regisseure und viele der Hauptdarsteller reisen an und schreiten bei den Premieren über die Roten Teppiche in die Premierenkinos.

Auch bei den Kinderfilmen auf der Berlinale (Generation Kplus) gibt es einen glamourösen Auftakt. Im Eröffnungsfilm "Zickzackkind" spielen die bekannten Schauspieler Isabella Rosselini und Burkhart Klaussner mit. In der Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von David Grossmann verkörpern sie ein schräges altes Paar, das in einer ziemlich abenteuerlichen Geschichte dem Jungen Nono hilft, seine Herkunft zu verstehen.

Die Kinder sind die Stars

Nono wird von Thomas Simon gespielt. Der Junge stand zum ersten Mal in seinem Leben vor der Kamera – aber sicher nicht zum letzten Mal. Denn bei aller Prominenz unter den Erwachsenen. In den 13 langen und 19 kurzen Filmen für Kinder bis 13 Jahre sind die Kinder die eigentlichen Stars. Oft stehen die jungen Darsteller wie Thomas zum ersten Mal in ihrem Leben vor der Kamera und zeigen dabei viel Talent.

Die Filme, in denen sie mitspielen, erzählen viel über das Leben von Kindern in ihren Ländern. Denn die Berlinale-Filme sind eher selten Spielfilme, wie wir sie sonst aus den großen Kinos kennen. Einige sind lustige Abenteuer, aber es gibt auch sehr ruhige oder traurige Filme darunter, die nachdenklich machen.

Sie transportieren die Zuschauer in völlig andere Lebenswirklichkeiten, Traditionen und Kulturkreise. Zeigen, wie Kinder in Indonesien, China, Laos, Haiti, Kolumbien, Australien, Schweden und auch in Deutschland leben.

Ganz allein klarkommen, ist schwer

Es geht um ganz normale Kinder und um Außenseiter, die auf sich allein gestellt sind und schauen müssen, wie sie in schwierigen Situationen klarkommen.

Manchmal ist das Schicksal gegen sie, sie erleben Verluste, werden ausgegrenzt oder kämpfen mit einer zerstörten Umwelt, einige bringen sich auch selbst in Schwierigkeiten. Am Ende schaffen sie es aber meist, einen Ausweg zu finden. Freundschaft, Liebe und Vertrauen brauchen Kinder dabei überall auf der Welt.

Das Berlinale-Programm fordert die Zuschauer oft heraus. Das Schöne ist, dass es nach den Vorstellungen immer Publikums-Gespräche mit den Regisseuren und Schauspielern gibt. Da kann man Fragen stellen und einiges über die Darsteller und die Hintergründe der Filme erfahren.

Für die Kinderpost sind eine Woche lang fünf Kinderreporter auf der Berlinale unterwegs. Sie schauen die Kinderfilme an und sprechen mit Schauspielern und Regisseurin. Ihre Filmkritiken und Berichte könnt ihr von Sonntag an täglich auf unserer Internetseite lesen und am kommenden Sonnabend erscheint eine Kinderpost-Spezialausgabe der Kinderreporter.

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