22.01.13

Interview

Testfamilie im Haus der Zukunft

Freyja und Lenz probieren mit ihren Eltern ein Energiesparhaus aus. Das wird mit viel Technik per Bildschirm und Handy gesteuert und kann auch den Strom für die Familie erzeugen. Wie lebt es sich in so einem supermodernen Haus?

Foto: Glanze
Glanze-Energiesparhaus
Freyja zeigt den Touchscreen. Von hier aus kann man die Technik für alle Räume bedienen

Dieses Haus soll so etwas wie das Haus der Zukunft sein: Es kann Strom erzeugen, Elektroautos betanken und automatisch das Licht ausmachen, wenn keiner daheim ist. Aber wie lebt es sich darin? Der neun Jahre alte Lenz und die zwölfjährige Freyja probieren das gerade aus. Zusammen mit ihren Eltern wohnen sie als Testfamilie für ein Jahr in einem besonderen Haus in Charlottenburg. Julia Rudorf hat mit ihnen gesprochen.

Julia: Was ist an diesem Haus anders als an eurer alten Wohnung?

Freyja: Das Haus hier hat eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und außen an der Wand. Damit können wir unseren Strom selbst herstellen. Außerdem steckt im Haus viel Technik. Zum Beispiel gibt es überall Bewegungsmelder. Wenn man ins Zimmer kommt, geht automatisch das Licht an. Und auch wieder aus. So wird kein Strom verschwendet.

Was kann das Haus denn noch alles?

Freyja: Die ganze Technik im Haus kann man über einen Computer steuern. Man kann zum Beispiel das Licht im Bad ausmachen, wenn man unten in der Küche ist. Oder die Rollläden runterlassen und die Heizung aufdrehen. Unsere Eltern haben auf ihrem Handy eine App, mit der man das ganze Haus steuern kann. Auch wenn man nicht da ist.

Lenz: Einmal war unsere Mama auf einer Reise und hat mit dem Handy hier in Berlin überall im Haus das Licht ausgemacht. Das war aber nur zum Spaß! Manchmal ist das mit der Fernsteuerung richtig praktisch. Zum Beispiel als wir im Urlaub waren. Ein Freund sollte so lange unsere Katze Susi füttern. Von der Nordsee aus hat Papa ihm mit dem Handy die Türe aufgemacht und das Licht angeschaltet.

Ist es schwer, das Haus zu bedienen?

Freyja: Nein, wir merken von der Technik nicht viel. Es gibt einen Technik-Raum, da läuft alles zusammen. Aber da sind wir ja nicht. Alles andere – wie die Messpunkte für Feuchtigkeit und Wärme – sind hinter den Wänden und im Fußboden.

Lenz: Was man schon wissen muss, ist, wie die Steuerung im Haus funktioniert. Das ist so ein Touchscreen, mit dem man Licht an- und ausmachen kann und auch alles andere steuert. Das haben zuerst unsere Eltern gelernt, und sie haben es dann uns erklärt – das war eigentlich ganz einfach.

Gibt es auch was, was an diesem Haus manchmal nicht so toll ist?

Lenz: Etwas komisch sind die Leute, die extra kommen und das Haus ansehen wollen. Die standen anfangs manchmal im Garten oder auf der Terrasse und machten Fotos.

Freyja: Auch wenn wir im Schlafanzug in der Küche saßen! Das war nicht so schön. Jetzt haben wir aber ein Band vor den Eingang gespannt, damit die Leute nicht mehr ganz so nah rankommen.

Quelle: dpa
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