18.12.12

Klimaschutz

Was die Erde krank macht

Der Klima-Gipfel in Doha brachte nur bescheidenen Erfolg beim Klimaschutz. Noch machen nicht alle Länder mit

Foto: dpa
Klimakonferenz in Doha
Mit schädlichen Gasen wie zum Beispiel aus Fabriken trägt der Mensch zur Erderwärmung bei

Auf der Erde wird es immer wärmer. Das ist nicht gut für uns Menschen, die Tiere und die Natur. Denn dann schmilzt Eis am Nordpol, der Meeresspiegel steigt und ganze Länder könnten untergehen. Auch das Getreide auf den Feldern könnte zerstört werden, wenn es zu heiß wird. Man nennt das Klimaveränderung.

Daher treffen sich einmal im Jahr Vertreter von fast 200 Ländern zum Klima-Gipfel, um zu besprechen, was sie dagegen machen können. Vergangenen Sonntag ist der diesjährige Gipfel in Doha, der Hauptstadt des Wüstenstaats Katar, zu Ende gegangen.

Zwei Wochen hatten die Politiker gestritten, bis ein bescheidenes Ergebnis zustande kam. Als ein Grund für die Erwärmung gilt, dass wir zu viele schädliche Gase in die Luft blasen. Die Gase heizen die Erderwärmung an. Der Fachausdruck dazu heißt Treibhauseffekt.

Zu viel Wärme wird gefährlich

Das mit dem Anstieg der Temperatur muss man sich so vorstellen: Wenn bei einem Menschen die Körpertemperatur um zwei Grad Celsius erhöht ist, geht das noch – aber Fieber von vier Grad mehr ist gefährlich. So ist es auch mit unserer Erde.

Die Länder wollen deshalb, dass die Temperatur auf unserer Erde nicht mehr als zwei Grad steigt. Einige haben nun bei dem Treffen in Doha versprochen, dass sie mehr tun wollen. Die Länder in Europa und einige andere haben bisher schon feste Grenzen, wie viele schädliche Stoffe in die Luft geblasen werden dürfen.

Doch die Vereinbarung läuft jetzt aus. Sie heißt Kyoto-Protokoll. Die Europäer haben nun gesagt, dass sie mit dem Protokoll bis zum Jahr 2020 weitermachen wollen. Dann soll es einen Vertrag geben, in dem alle Länder versprechen, mehr zum Klimaschutz zu tun. Bei der Verlängerung des Kyoto-Protokolls machen nun noch zehn andere Länder mit.

Die ganze Welt muss schnell mehr tun

Mit dem Ergebnis der Konferenz waren aber nicht alle zufrieden. Umweltschützer und Jugendliche aus aller Welt, die zum Gipfel gereist sind, sagen, so sei die Erderwärmung nicht aufzuhalten. Die gesamte Welt müsse ganz schnell mehr tun.

Die Länder, die beim Kyoto-Protokoll mitmachen, sind nur für einen kleinen Teil der weltweiten Luftverschmutzung zuständig. Wichtige Staaten wie Russland, Kanada und Japan machen nicht mit. Und wenn in Deutschland die Luft weniger verpestet wird, in China aber immer mehr, erwärmt sich die Erde trotzdem. Da Klimaschutz teuer ist, brauchen die armen Länder außerdem Hilfe, damit sie umweltfreundlichere Fabriken bauen können.

Quelle: dpa; gs
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